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Wermelskirchen: Marion Lück ruft die Aktion „Dellmann-Post“ ins Leben

Mitmach-Aktion : „Dellmann-Post“ – Briefe gegen die soziale Isolation

Marion Lück hat die Aktion „Dellmann-Post“ ins Leben und lädt zum Mitmachen ein: Interessierte können unbekannter Weise einen Brief an Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen schreibe.

Ein freundlicher Gedanke, ein Bogen Briefpapier und ein glücklicher Empfänger: Das ist die Idee der „Dellmann-Post“. Die Wermelskirchenerin Marion Lück (Foto: Stephan Singer) ruft dafür Menschen zum Mitmachen auf: Interessierte können einen Brief an Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen schreiben – unbekannter Weise und über Postkästen, die im Zweiradcenter Lambeck und in der Buchhandlung van Wahden stehen. „Wir wollen etwas gegen die soziale Vereinsamung tun“, sagt Marion Lück, „heute und in Zukunft.“ Die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Krise hätten insbesondere Bewohner der Senioreneinrichtungen in Wermelskirchen getroffen. Aber auch in „normalen Zeiten“ hätten viele ältere Menschen nur wenige soziale Kontakte. Dagegen will die Aktion „Dellmann-Post“ angehen. „Die Idee ist in den Einrichtungen sehr gut angekommen“, freut sich Marion Lück und gibt ein paar Tipps für Interessierte, die einen Brief auf die Reise schicken wollen: Ähnlich wie bei einer Flaschenpost kennen sich Absender und Empfänger nicht. „Wer mag, kann gerne seine Adresse angeben, wenn er sich über eine Rückantwort freuen würde“, sagt Marion Lück.

Als Richtwert für die Länge des Briefes rät die Initiatorin, nicht zu viele zu schreiben – empfehlenswert sei eine DIN A4-Seite. Die Buchstaben sollten möglichst groß und gut leserlich ausfallen – wer die Zeilen lieber tippen möchte, kann auch die ausgedruckte Nachricht verschicken. Der Brief solle an Bewohner der Seniorenheime gerichtet sein. Hilfreich sei es, wenn Briefeschreiber auf dem Umschlag vermerken, an wen sie den Brief richten möchten – wie etwa Männer, Frauen, Gartenliebhaber, Musikfreunde. „Es können auch Fotos aus dem Garten oder von einem Spaziergang dazugelegt werden“, sagt Marion Lück, „auch Gedichte oder Liedtexte, Erlebnisse aus Wermelskirchen oder Beobachtungen aus der Natur sind denkbar.“ Wer mag, könne auch ein kleines Kunstwerk der Kinder beilegen. „Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt“, sagt die Initiatorin, „Freude schenken ist so einfach.“

Aus den Postboxen im Fahrradgeschäft und im Buchladen verteilt das Team der „Dellmannpost“ die Briefe dann an die Senioreneinrichtungen. Die Aktion soll auch nach der Corona-Pandemie fortgesetzt werden, um den Bewohnern in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen eine Freude zu machen.