Wermelskirchenerin in Tokio Einmal ins olympische Dorf und zurück

Wermelskirchen · Marike Steinacker erreichte bei den Olympischen Spielen in Tokio im Diskuswerfen den achten Platz. Jetzt erholt sich die Athletin bei ihrer Familie in ihrem Heimatort Dabringhausen – und freut sich auf die Kirmes in Wermelskichen.

 Olympionikin Marike Steinacke am Wermelskirchener Rathaus.

Olympionikin Marike Steinacke am Wermelskirchener Rathaus.

Foto: Kathrin Kellermann

Daran wird sich Marike Steinacker (29) wohl für den Rest ihres Lebens erinnern: Wie sie nachts am Fenster ihres Appartements im olympischen Dorf in Tokio gestanden und laut Musik gehört hat. Ihren Wettkampf-Song „Higher Power“ von Coldplay. „Ich konnte direkt auf die Skyline von Tokio gucken, nachts war alles beleuchtet, und dann habe ich dieses Lied gehört, das eine Leichtigkeit, gute Laune und Freude verströmt, und so habe ich es echt geschafft, diese Momente einzusaugen und mir zu sagen: Krass, ich bin wirklich gerade hier“, erzählt die gebürtige Dabringhauserin, die gleich nach ihrer Rückkehr aus Tokio von Bürgermeisterin Marion Lück für Gratulationen im Rathaus begrüßt wird. Beide sind Leichtathletik-Fans, beide lieben die Wermelskirchener Kirmes. „Für das Kirmes-Wochenende komme ich immer nach Hause“, verrät Marike Steinacker und lacht. „Was gibt’s besseres als die Kirmes? Da trifft man alle, das ist sehen und gesehen werden.“ Zumal auch Amor gelegentlich seine Pfeile auf dem großen Fest in der Stadt verschießt: Sie selbst hat ihren Freund vor zwei Jahren auf der Kirmes kennengelernt.