Premiere am 14. Februar Ein Imagefilm für Wermelskirchen

Wermelskirchen · Die Stadt arbeitet seit eineinhalb Jahren an einem neuen Werbevideo. Zu diesem Zweck hat sie den Drohnenfilmer Lukas Zecher beauftragt. Seit Freitag ist ein erster Ausschnitt zu sehen. Am 14. Februar folgt die Premiere.

 Wermelskirchen von Oben. Ein Ausschnitt aus dem neuen Imagefilm der Stadt.

Wermelskirchen von Oben. Ein Ausschnitt aus dem neuen Imagefilm der Stadt.

Foto: Lukas Zecher

Die 20 Sekunden sind schnell geschnitten. In kurzer Abfolge zeigen sie Aufnahmen aus dem Alltagsleben. Umrahmt wird der kurze Film von Luftaufnahmen aus rund 500 Metern Höhe. Hinter den Wolken liegt Wermelskirchen.

Das Video deutet auf das Ende eines Langzeitprojektes hin. Seit eineinhalb Jahren arbeitet Lukas Zecher mit der Stadt Wermelskirchen an einem neuen Imagefilm, einem „Werbespot für die Stadt“. Der Clip, den die Stadt am Freitag veröffentlicht hat, bietet einen kurzen Vorgeschmack. „Wir erhoffen uns, so noch mehr Interesse für den Film zu wecken“, sagt Florian Leßke, Leiter des Amts für Stadtentwicklung.

Eigentlich seien es drei Filme, nicht einer, erklärt Lukas Zecher. Der 22-Jährige hat mit seiner Firma „From Above“ das Projekt verwirklicht. „Ich habe alles selbst gemacht: Produktion, Regie, Kamera, Schnitt und Organisation“, sagt Zecher. Die Ergebnisse sind eine Minute, viereinhalb und gut dreieinhalb Minuten lang und werden am 14. Februar im Bürgerzentrum vorgestellt. Die kürzeste Version ist der zukünftige „Werbespot“ für Wermelskirchen. Der längste Film wendet sich an Privatleute und Touristen. Der dritte dreht sich um die großen Firmen der Stadt, er wurde für die Wirtschaft und für potentielle Investoren gedreht.

Bis zur Premiere sind es noch ein paar Tage. Ob es Zecher da reizt, noch einmal an den Feinheiten zu arbeiten? So einfach sei das nicht, sagt er. „Man muss sich das wie bei einem Motor vorstellen. Wenn ich an einem Zahnrad drehe, bewegt sich der ganze Motor.“ Kurz eine Kleinigkeit zu verändern sei da nicht möglich. Auch so steckt in dem Projekt schon jede Menge Arbeit. 40 bis 50 Tage habe er in den Imagefilm investiert, schätzt Zecher. „Ich hatte noch nie ein so großes Projekt, das derart viel Arbeit mit sich bringt“, sagt er.

Ein paar Jahre ist es her, da drehte Zecher – damals noch als Hobbyfilmer – einen Dokumentarfilm über die Region und stellte ihn im Bürgerhaus vor. 2017 drehte Zecher einen ersten Imagefilm für die Stadt, den er jedoch nur privat bewarb. Jetzt folgte die offizielle Zusammenarbeit. „Es war super, eine tolle Chance für beide Seiten“, sagt auch Leßke, der von einer „Win-Win-Situation“ spricht. „Herr Zecher konnte mit seinem jungen Start-Up Erfahrung sammeln und wir hätten uns das sonst wohl gar nicht leisten können.“

Lukas Zechers Leidenschaft ist vor allem das Filmen mit der Drohne. Auch im Wermelskirchener Imagefilm sind zahlreiche Drohenenaufnahmen verarbeitet. So flog Zechers Drohne beispielsweise über den Karnevalszug in Dabringhausen. Das bedeutetete viel Aufwand, bis alle Genehmigungen eingeholt waren. Es hat sich aber auch gelohnt. „Wir haben danach sehr viele Nachfragen zum Projekt erhalten. Herr Zecher hat dann ja auch Aufnahmen vom Zug veröffentlicht“, sagt Florian Leßke.

 Drohnenfilmer Lukas Zecher aus Wermelskirchen

Drohnenfilmer Lukas Zecher aus Wermelskirchen

Foto: Robin Björn

Zecher wird sicherlich auch in Zukunft noch einmal mit der Stadt zusammenarbeiten. Er habe gute Kontakte zu Polizei, Ordnungsamt und Stadt geknüpft, sagt er. Doch eigentlich will er noch etwas höher hinaus. Sein ganzes Auftreten ist auf Erfolg ausgerichtet. Er sagt Sätze, die aus einem Manager-Handbuch stammen könnten. Beispielsweise: „Man sollte nie denken, dass man schon am Ziel sei. Sondern immer schauen, dass man sich verbessert. Stillstand ist schlecht.“

Zecher ist ein vielbeschäftigter Mann. 2018 hatte er 275 Aufträge, „2019 werden es wohl nicht ganz so viele“, sagt er. Er arbeitet viel, macht wenig Urlaub. Alles für seinen Traum von großen Werbedrehs und besonderen Filmen. Doch noch sind die Wünsche bescheiden. „Ich hätte gerne ein eigenes Team, ein eigenes Büro“, sagt er.

Seine Technik ist da schon weiter. Gerade erst hat er sich eine neue Drohne zugelegt. Ein Modell, dass auch schon in Hollywood verwendet wurde. „Sie ist schneller und liegt stabiler in der Luft“, sagt er. „Die Kamera ist erheblich besser. Sie hat die 20-fache Qualität der Drohne, die ich vorher genutzt habe.“ Sie kostet in etwa so viel wie ein Kleinwagen. Es ist eine Investition in die Zukunft.

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