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Wermelskirchen: Konzept zur Anpassung an den Klimawandel vorgestellt

Maßnahmenpaket im Rheinisch-Bergischen Kreis : Konzept zur Anpassung an den Klimawandel vorgestellt

In der Sitzung des Zukunftsausschusses wurde das fertiggestellte Konzept zur Anpassung an den Klimawandel für den Rheinisch-Bergischen Kreis vorgestellt und dem Kreistag einstimmig zum Beschluss empfohlen – ein bedeutender Schritt für die Klimawandelvorsorge.

Zwei Fachbüros hatte die Kreisverwaltung, unterstützt durch die kreisangehörigen Kommunen, im vergangenen Jahr mit der Erstellung eines Klimateilkonzepts beauftragt. „Nicht erst das Starkregenereignis im Juli hat gezeigt, dass der Klimawandel schon heute spürbare Auswirkungen auf unsere Region hat. Sowohl der Klimaschutz als auch die Anpassung an den Klimawandel sind wichtige Aufgaben, denen wir uns gemeinsam stellen müssen“, sagt Umweltdezernentin Elke Reichert.

Das Klimaanpassungskonzept soll nun sowohl dem Rheinisch-Bergischen Kreis, den kreisangehörigen Kommunen als auch weiteren Akteuren als Handlungsleitfaden für klimaanpassungsrelevante Vorhaben dienen. „Ziel ist es, die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis sowie deren Hab und Gut langfristig mit geeigneten Maßnahmen besser vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen, beziehungsweise die daraus resultierenden Folgeschäden zu reduzieren.“ Aufgrund des Starkregenereignisses im Juli 2021 wurde ein Teilbericht zum Thema Starkregen inklusive der Starkregengefahrenkarte und einer Starkregensimulation bereits in der vergangenen Sitzungsperiode im August präsentiert.

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Schutz und Prävention durch gezielte Maßnahmen: Anhand von umfangreichen Datenanalysen und Expertenbefragungen ermittelten die Fachbüros, vor welchen lokalen Klimaveränderungen und Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hitze und Dürre der Kreis steht. Mithilfe einer Wirkungskettenanalyse wird gezeigt, welche Effekte durch die Folgen des Klimawandels auf die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft/Starkregen sowie Gesundheit und soziale Infrastruktur abzusehen sind. Auf dieser Grundlage wurde schließlich eine Gesamtstrategie mit Leitbildern für die zuvor genannten Bereiche und einem Maßnahmenkatalog entwickelt. Um den entwickelten Umsetzungsfahrplan gezielt voranzubringen, wird regelmäßig der „Arbeitskreis Klimaschutz und Klimaanpassung“ mit Kreisverwaltung, Kommunen und weiteren Projektpartnerinnen und Projektpartnern stattfinden.

Derzeit wird zudem vom Bundesumweltministerium eine Förderung für eine befristete Personalstelle im Bereich Klimaanpassungsmanagement auf den Weg gebracht. Ziel des Kreises ist es, Anfang nächsten Jahres einen entsprechenden Antrag für diese Förderung einzureichen.

(ala)