Prozess am Landgericht Köln „Negative Sozialprognose“ – Wermelskirchener Brandstifter muss in die Psychiatrie

Köln/Wermelskirchen · Am vierten Verhandlungstag wegen der Brandstiftung in der Sparkasse an der Telegrafenstraße in Wermelskirchen ist das Urteil der 10. Großen Strafkammer in Köln gefallen.

Der Richter schloss sich mit seinem Urteil dem Staatsanwalt an: Der 28-Jährige kommt in eine psychiatrische Einrichtung.

Der Richter schloss sich mit seinem Urteil dem Staatsanwalt an: Der 28-Jährige kommt in eine psychiatrische Einrichtung.

Foto: picture alliance/dpa/Thomas Banneyer

Letztlich geht es im Prozess gegen einen 28-jährigen Mann aus Wermelskirchen vor der 10. Großen Strafkammer am Landgericht Köln vor allem darum, ob er dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden muss. Denn die Tat, die ihm vorgeworfen wird, soll er in einem Zustand einer paranoiden Schizophrenie begangen haben. Im Wahn, dass die Sparkasse ihm das Geld, 50 Milliarden Euro, das er zum Abtransport der US-amerikanischen Atombomben aus Deutschland bekommen sollte, nicht auszahlen wollte, hatte er in einer sich über mehrere Wochen steigernden Eskalationsspirale einen Kanister Benzin im Selbstbedienungsbereich der Sparkassenfiliale ausgeschüttet und angezündet. So zumindest der Vorwurf der Anklage. Er selbst streitet vor Gericht die Tat ab. Am vierten Prozesstag legt nun die 38-jährige Diplom-Psychologin ihr Gutachten über den 28-Jährigen vor.