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Wermelskirchen: Kirche in Hünger soll im Advent besonders leuchten

Weihnachten in Coronazeiten : Kirche in Hünger soll im Advent besonders leuchten

Ehrenamtler haben am Samstagvormittag an dem Gotteshaus Strahler angebracht, die für festlichen Glanz sorgen. Auch die Bäume vor der Kirche sollen in in der Vorweihnachtszeit beleuchtet werden.

Wenn die Gemeinde am Heiligen Abend aus der Kirche tritt, die Kerzen anzündet und zum „Oh du Fröhliche“ anstimmt, wird die Kirche in Hünger mitleuchten. Am Samstagvormittag brachten die Ehrenamtlichen des Bezirks Strahler am Gotteshaus an, die den ganzen Advent über für besonderes Licht sorgen sollen. In luftiger Höhe schraubten Stefan Picard und Frederik Ehlenbeck, um den Strom am Dach der Kirche zu verlegen und den Strahlern einen Platz zuzuweisen. Jörg Dyk hatte seine Hebebühne zur Verfügung gestellt, um den Ehrenamtlichen die Arbeit zu erleichtern. Währenddessen bereitete ein zweites Team die Technik am Boden vor.

„Wir wollen signalisieren: Wir sind hier. Auch und gerade in diesen Zeiten“, erklärte Pfarrerin Almuth Conrad unterdessen. Das gelte für die vielen Menschen, die im Advent den Weg vor der Kirche kreuzen und in den Abendstunden das Licht leuchten sehen, als auch für die Gottesdienstbesucher. Der Bezirk Hünger lädt am Heiligen Abend gleich zu vier Gottesdiensten ein – zwei in der Kirche und zwei unter freiem Himmel. Während im Gotteshaus rund 70 Besucher teilnehmen können, entstehen im Freien Plätze für etwa 100 Teilnehmer an den Festgottesdiensten. Hier muss der Abstand von drei Metern gewährt werden, um unter freiem Himmel auch Weihnachtslieder anstimmen zu dürfen. Die Musiker ziehen mit und werden vor der Kirchentüre Aufstellung beziehen.

Den großen Busch auf der Wiese verwandelt die Gemeinde in einen Weihnachtsbaum – mit Lichterkette und dem Schmuck der Grundschüler. Auf der Wiese sollen Bänke mit festen Sitzplätzen ausgewiesen werden, um die Abstandsregelungen einhalten zu können. „Weil es im Dezember natürlich kalt wird, werden die Gottesdienste deutlich kürzer als sonst“, kündigte Almuth Conrad an. Wer am Heiligen Abend in Hünger auf der Wiese mitfeiert, kann sich auf eine halbe Stunde einstellen. Erfahrung mit den Gottesdiensten unter freiem Himmel in der Corona-Zeit hat die Gemeinde schon während der Konfirmationen im Sommer gesammelt – damals feierten jeweils 70 Besucher auf der Wiese zwischen Kirche und Friedhof gemeinsam unter Beachtung der Hygieneregeln. Auch Hochzeiten haben bereits auf der Wiese stattgefunden. Nun verlegt die Gemeinde zumindest einen Teil des Weihnachtsfestes ebenfalls nach draußen.

Dann soll nicht nur die neue Beleuchtung an der Kirche für Glanz sorgen. „Wir beleuchten jetzt auch die Bäume vor der Kirche“, erzählte die Pfarrerin am Samstag. Sollten die Regeln zum Gottesdienst-Feiern noch mal angezogen werden, sei es auch denkbar, die geplanten Adventsandachten im Freien zu feiern. „Wir sind auf jeden Fall vorbereitet“, stellte die Pfarrerin fest.