Wermelskirchen: „Kinderstadt“ und „Ferienkiste“ pflanzen einen Baum

„Stadträte“ empfangen Delegation aus Remscheid : „Kinderstadt“ und „Ferienkiste“ pflanzen einen Baum

Mit elf Jungen und Mädchen besucht eine Delegation der Remscheider „Ferienkiste“ das Kinderstadt-Ferienprojekt in der Kattwinkelschen Fabrik in Wermelskirchen.

Sie werden ihn in den nächsten Tagen fleißig gießen müssen, damit er bei den hochsommerlichen Temperaturen gut anwächst: Gemeinsam pflanzten die Stadträte der „Kinderstadt“ in der Kattwinkelschen Fabrik und der Remscheider „Ferienkiste“ an der Katt einen Baum. Damit besiegelten die Jungen und Mädchen der beiden Schulferienprojekte ihre Städtepartnerschaft. Mit insgesamt elf Kindern, fünf „Stadtverordneten“ und sechs Begleiternwar dafür eigens eine Delegation mit Betreuern aus der Nachbarschaft nach Wermelskirchen gekommen. Das Spiel „Schnick-Schnack-Schnuck“ musste her, um zu entscheiden, wer denn nun aus den Reihen der Remscheider „Ferienkiste“ den Baum in die Erde setzen durfte: Lukas Leistner hatte Glück und gewann. Bei den Wermelskirchenern war es einfacher: Matilda Berg waltete als Kinderstadt-Bürgermeisterin ihres Amtes. Während die Kinderstadt in der Katt einen ersten Bürger wählt, bestimmt die „Ferienkiste“ einen fünfköpfigen „Stadtrat“, der gleichberechtigt ohne Vorsitzenden agiert.

Noch am frühen Vormittag hatte die Betreuerin des Kinderstadt-Stadtrats, Anna vom Stein, eigens für die Baumplanzaktion ein Loch gegraben: „Die Erde ist schon sehr trocken. Wir haben direkt mithilfe einer Gießkanne reichlich Wasser in das Loch gegossen“, sagte sie. Bei dem Baum handelt es sich um eine Zetsche. Ein in der Kinderstadt vorbereitetes Holzschild weist neben der Pflanze auf die Städtepartnerschaft der Ferienprojekte als Grund ihrer Pflanzung hin. „Einen Baum haben wir zum ersten Mal gepflanzt. Diese Aktion erlebt in diesem Jahr ihre Premiere“, sagte Anna vom Stein.

Mit Mineralwasser, Saft und Süßigkeiten empfingen die Kinderstadt-Stadträte bei strahlendem Sonnenschein die Delegation aus Remscheid auf der Terrasse des Katt-Bistros. Eine Führung durch die einzelnen Kinderstadt-Stationen gehörte genauso zum Programm. Dabei stellte der zehnjährige Marius, der die „Ferienkiste“ besucht, im Vergleich fest: „Die Unterschiede sind gar nicht allzu groß.“

Die Remscheider „Ferienkiste“ betreut aktuell 194 Kinder, die Wermelskirchener Kinderstadt 200. Der Outdoor-Bereich in Remscheid sei nicht ganz so groß wie der an der Katt, berichtete Betreuerin Sandra Schwabe von der Remscheider Kinder- und Jugendförderung: „Wir nutzen die Albert-Einstein-Gesamtschule für das Ferienprojekt – haben den Schulhof, ein Spielmobil und ein Stück Wald hinter dem Gebäude zur Verfügung.“

Am kommenden Donnerstag, 25. Juli, wird eine Delegation der Wermelskirchener Kinderstadt zu einem Besuch der „Ferienkiste“ nach Remscheid aufbrechen. Ob allerdings das für den Nachmittag in Wermelskirchen geplante Fußballspiel „Kinderstadt gegen Ferienkiste“ stattfindet, ist noch unsicher. „Es kann sein, dass wir das wegen der möglichen Hitze absagen müssen“, kündigte Sandra Schwabe an.

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