Wermelskirchen: Katholische Grundschule nimmt teil am Europäischen Schulobstprogramm

Tag der gesunden Ernährung : Jede Woche wird eine Ladung Obst geliefert

Die Katholische Grundschule nimmt am Europäischen Schulobstprogramm teil.

(resa) An jedem Montagmorgen stehen in der Katholischen Grundschule große Kisten mit frischem Obst. Bananen und Äpfel, Pflaumen und Mandarinen – auch mal Gurken und Möhren. „Die Auswahl orientiert sich auch an der Saison“, sagt Schulleiterin Andrea Steinz. „Ein Obst- und Gemüsehändler aus der Region beliefert uns“. In kleinen Kisten bringen die Obstbeauftragten der Klassen die Köstlichkeiten dann zu ihren Mitschülern.

„Alle Kinder lernen bei uns schon in der ersten Klasse, wie sie mit dem Obst umgehen können“, sagt die Schulleiterin. Was wird gewaschen? Wie werden etwa Äpfel geviertelt, damit sie besser verputzt werden können? Die Obstbeauftragten der Klassen, die jede Woche wechseln, kümmern sich auch darum, dass das Obst gewaschen und mundgerecht den Weg zu den Mitschülern findet.

Für die wöchentliche Obstlieferung müssen weder Kinder noch Eltern oder die Schule bezahlen. Denn dank eines Programms der Europäischen Union fließt das Geld aus einem Fördertopf. So solle „die Ernährungskompetenz der Kinder nachhaltig gefördert werden“, wünschen sich die Verantwortlichen bei der Europäischen Union. „Wir haben uns beim Land beworben und eine Zusage bekommen“, berichtet Andrea Steinz. Das Programm passe hervorragend zum Konzept der Schule. „Das Thema gesunde Ernährung berührt uns im Alltag an vielen Stellen“, erklärt die Schulleiterin.

Schon beim Elternabend vor der Einschulung werde mit den Müttern und Vätern besprochen, wie die Brotdose gefüllt wird. „Damit reagieren wir nicht auf eine Fehlentwicklung, sondern kommunizieren ein wichtiges Thema“, sagt Steinz. Brot, Obst und Gemüse sind in den Brotdosen willkommen. Süßigkeiten und Limonaden sollen Zuhause bleiben – Eltern und Großeltern halten sich daran. „Das bedeutet nicht, dass Kinder an ihrem Geburtstag nicht trotzdem Muffins mitbringen dürfen“, erklärt die Schulleiterin. Aber es sei für ein gesundes und ausgeglichenes Frühstück gesorgt.

Sollte Zuhause mal Zeit oder Brot fehlen, hilft die Schule aus: mit ihrem Programm „Das gesunde Frühstück“. Jeden Tag übernehmen Mütter einen Brötchendienst und bieten in der ersten Pause geschmierte Brötchen mit Salat, Gurke, Wurst und Käse an. „Eltern können ein Abo für eine ganze Woche bezahlen“, erklärt die Schulleiterin. „Belegte Brötchenhälften sind auch einzeln zu haben.“ Mit gut und gesund gefülltem Magen lasse sich dann auch der Schulalltag viel besser meistern, weiß die Pädagogin.

Weil die Katholische Grundschule das Thema ernst nimmt, setzt sich das Prinzip auch in der Offenen Ganztagsschule fort. „Auch beim Mittagessen achten wir auf Ausgewogenheit“, sagt die Schulleiterin. In der OGS unterstützt eine Hauswirtschaftlerin das Team, die bereits morgens ins Haus kommt, um das Mittagessen für die rund 100 OGS-Kinder vorzubereiten. „Es wird jeden Tag frisch gekocht“, berichtet Steinz. Und dabei kommen Speisen auf den Tisch, die an Gemüse und Salat nicht sparen. „Es gibt auch immer eine Kleinigkeit zum Nachtisch“, berichtet Andrea Steinz. So treten die Kinder dann frisch gestärkt den Weg zu den Hausaufgaben und dem Nachmittagsprogramm an.