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Wermelskirchen: Judoka lernen das Spiel mit der Filzkugel kennen

Vereinskooperation zwischen JCW und Tura Tennis : Judoka lernen das Spiel mit der Filzkugel kennen

Zwei Vereine haben ihre vor Jahren begonnene Kooperation wieder belebt: Judo meets Tennis hieß es jetzt auf der Tennisanlage in Pohlhausen. Die Judoka sammelten Erfahrung in einer neuer Sportart; sie freuten sich aber auch, die Vereinskollegen mal wieder zu treffen.

Schon vor einigen Jahren ging der JC Wermelskirchen mit Tura Pohlhausen Tennis eine ungewöhnliche Kooperation ein. Zwei voneinander unabhängige Vereine schlossen sich für das Feriencamp „Finde deinen Sport“ zusammen. In Zeiten von Corona ist an ein Ferienangebot nicht zu denken, doch die Kooperation der beiden Clubs wird auch jetzt aktiv gelebt, berichtet JCW-Jugendwartin Katrin Seide.

Während auf der Anlage des Tennisvereins in Pohlhausen bereits seit einigen Wochen wieder die gelbe Filzkugel fliegt, herrscht im Sportkarree – der Heimat des Judoclubs – noch gähnende Leere. So initialisierte Seide die Aktion „Judo meets Tennis“ und lud die Judoka auf die rote Asche ein. Die Idee kam nicht von ungefähr, schließlich ist Seide seit Kindertagen auch Mitglied in Tura Pohlhausen Tennis.

Über 30 Athleten folgten dem Aufruf, so dass die Gruppe geteilt werden musste, um Hygienevorgaben einhalten zu können und dem Ansturm Herr zu werden. Elmar Borchardt und Tennistrainer Björn Seide unterstützten das Event und führten die Judoka in den Tennissport ein. Dabei waren auch einige Kampfsportler, die bereits Erfahrung mit dem neuen Sport hatten. Sie maßen sich somit auf anderer Ebene als der Judomatte.

Die meisten Teilnehmer betraten mit dem Tennisplatz jedoch Neuland und hatten dort sichtlich Spaß. „Ein schöner Sonnensport“ lobte Natica Gulich, die ebenso wie die anderen Hallensportler das herausragend schöne Wetter am Pfingstsamstag genoss. Für Julius Glaser stand derweil etwas anderes im Vordergrund: „Cool, die Anderen endlich mal wiederzusehen und nicht nur vor dem Bildschirm beim Onlinetraining.“ Helge von Grünberg dankte den Trainern und meinte: „Es war eine tolle Abwechslung und Bereicherung.“ Dem Judosport untreu möchte somit keiner werden, doch der jüngste Teilnehmer Timo Portier kam schon ins Grübeln: „Ich glaube mir macht Tennis sogar mehr Spaß als Judo.“ Um diese Vermutung zu überprüfen wird Timo einen Schnupperkurs in Pohlhausen belegen.

Die anderen JCler hoffen auf eine Wiederholung der Aktion, um sich sportlich gemeinsam zu betätigen, denn nach den neuen Bekanntgaben der Landesregierung ist der Wiederbeginn des Judosports in der Halle in weite Ferne gerückt. Tennisspieler Elmar Borchardt wäre sofort wieder mit von der Partie: „Die Judoka hören aufmerksam zu und setzen genau um, was man ihnen sagt. So lernen sie ganz schnell.“ gab er das Lob an die Teilnehmer zurück.