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Wermelskirchen: Juca-Team plant Konzerte am Markt

„Freaky Voices“ spielen zum Auftakt in Wermelskirchen : Juca-Team plant Konzerte am Markt

Jeweils am letzten Freitag im Juli, August und September soll das kulturelle Leben auf den Markt zurückkehren: Dann lädt das Team des Jugendcafés zu Konzerten und Begegnung ein – die Genehmigungen sind erteilt.

Feiern unter freiem Himmel: Das Team des Jugendcafés am Markt öffnet die Türen und lädt zur Begegnung am Markt ein – unter Corona-Bedingungen. „Für uns war früh klar, dass wir uns an einem kulturellen Leben nach dem Lockdown beteiligen wollen“, sagt André Frowein. Das Juca sei Teil des kulturellen Lebens in Wermelskirchen. „So verstehen wir uns, also wollen wir auch mitgestalten“, erklärt er. Deswegen habe das Team schon vor der Wiedereröffnung des beliebten Jugendcafés Ideen gesammelt, wie mögliche Veranstaltungen unter geltenden Corona-Regeln aussehen können. Der Arbeitstitel lautete schon damals „Markt der Möglichkeiten“. Denn der Umfang der Veranstaltung hing von Anfang an vor allem an den Möglichkeiten, die die Corona-Schutzverordnung den Veranstaltern lässt. Die kommt dem Juca-Team nun entgegen: Inzwischen sind Versammlungen bis 300 Personen möglich. „Wir sind unter freiem Himmel“, erinnert Frowein. 

Gleichzeitig nimmt der Arbeitstitel aber auch das Programm in den Blick: Man wolle in diesen Tagen noch klären, was möglich ist. Fest steht: Zum Auftakt sind „Freaky Voices“ am Markt zu Gast. Marco Lehnertz, Keyboarder der „Söhne Mannheims“, und Frank Rohles, der als Musiker aus dem Queen-Musical bekannt ist, spielen am 31. Juli am Markt. Die beiden sind in Wermelskirchen keine Unbekannten und bringen Covermusik mit. „Wir laden ausdrücklich alle Generationen ein“, sagt Frowein. Fest steht auch: Das Juca sorgt für die kulinarische Versorgung, serviert Getränke und einen Imbiss.

 Rock am Markt 2013 - da war es richtig voll. So „ungeordnet“ darf es am 31.Juli aber wohl nicht zugehen.
Rock am Markt 2013 - da war es richtig voll. So „ungeordnet“ darf es am 31.Juli aber wohl nicht zugehen. Foto: Walter Schubert

Die Startzeiten orientieren sich am Juca-Betrieb: Dort öffnen die Türen für gewöhnlich von 17 bis 22 Uhr. Die Musiker sind für 18 bis 21 Uhr gebucht, vorher und nachher seien DJ- oder auch Poetry-Slam-Einlagen möglich, sagt Frowein. Es sei das erste Jahr, in dem das Juca konsequent auch in den Sommerferien öffne. Bewusst halten die Ehrenamtlichen und die beiden Hauptamtlichen die Türen in diesen Tagen offen – nachdem das Café in den Lockdown-Wochen schließen musste. Die beliebte Schultour und das Festival „Youthnited“ müssen in diesem Jahr ausfallen. „Der Markt der Möglichkeiten ist dafür kein Ersatz“, weiß Frowein. Ein Jahr lang würde das Festival vorbereitet, mehr als 150 Ehrenamtliche seien dann im Einsatz. Das sei durch die Konzerte nicht zu ersetzen. „Aber wir wollen diesen Sommer trotzdem nutzen“, sagt er.

Und deswegen hat sich das Team auch mit den anderen Kulturschaffenden abgestimmt, um sich terminlich nicht in die Quere zu kommen, sondern das Programm zu bereichern. Die Nachbarn am Markt haben die Ehrenamtlichen bereits angesprochen. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn der Handel und die Gastronomie mit dabei sind“, sagt Frowein und erinnert dann an den Arbeitstitel: „Möglichkeiten eben“. Die Genehmigungen des Ordnungsamts und der Straßenverkehrsbehörde liegen inzwischen vor, beim Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen-Kreises hat das Team die Veranstaltung angemeldet – auf Grundlage des geltenden Hygienekonzepts des Jugendcafés. Dazu gehört auch die Registrierung der Gäste, die über einen QR-Code läuft, den Interessierte zuvor auf der Internetseite des Jugendcafés generieren können. „Wir freuen uns auf einen schönen Sommerabend unter freiem Himmel“, sagt Frowein. Musik, Begegnung mit ein bisschen Abstand und Vorsicht – vielleicht werde bei schönem Wetter auch einfach mal der Kickertisch dazugeholt.