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Wermelskirchen: Jörg Hausmann ist jetzt Hüter des „WiW-Schatzes“

„Wir in Wermelskirchen“-Hauptversammlung : Jörg Hausmann Hüter des „WiW-Schatzes“

Der Vorstand des Marketingvereins „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) traf sich jetzt zur Jahreshauptversammlung als Online-Konferenz. Im aktuellen Wirtschaftsplan geht WiW von Erträgen in Höhe von 205.900 Euro aus.

Vom Schatzmeister zum Grillmeister – das ist zumindest auf der schwarzen Kochschürze zu lesen, die der Vorstand des Marketingvereins „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) dem scheidenden Schatzmeister Christian Potthoff zum Abschied noch während der Jahreshauptversammlung per Boten als „Danke-Schön“-Geschenk nach Hause bringen ließ – eine Übergabe in Präsenz konnte noch nicht erfolgen, denn die Sitzung fand als Online-Konferenz statt.

 Geschäftsführerin Jasmin Riemann
Geschäftsführerin Jasmin Riemann Foto: WiW

Potthoff hatte bereits zu Jahresbeginn angekündigt, aus beruflichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Mehr als neun Jahre gehörte Potthoff dem WiW-Vorstand an, prägte den Verein und dessen solide Finanzsituation maßgeblich, wie der Vorsitzende André Frowein attestierte: „Unser scheidender Schatzmeister hat einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Vereins und der Wirtschaftsförderung in Wermelskirchen geleistet.“ Demnach habe sich der Stadtmarketing-Verein in den vergangenen Wochen nach einem geeigneten Nachfolger umgesehen: Auf Vorschlag des Vorstands wählte die Versammlung Jörg Hausmann mit 40 Ja-Stimmen und ohne Gegenkandidatur einstimmig zum neuen Schatzmeister.

 Vorsitzender André Frowein
Vorsitzender André Frowein Foto: WiW
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„Ich bin an einem Matinee-Montag in Wermelskirchen geboren“, stellte sich der 45-jährige Hausmann vor: „Ich habe sehr viel Bock, mich für meine Heimatstadt einzubringen.“ Er arbeite bei der Sparkasse und habe von Berufswegen „keine Angst vor Zahlen“. Bei seiner ersten Vorstellung eines Wirtschaftsplans betonte Jörg Hausmann für 2021/2022: „Eine Planung ist nach wie vor herausfordernd und schwierig wegen Corona. Klar ist: Wir müssen Veranstaltungen machen und neue Ideen umsetzen, um den Verein weiter nach vorne zu bringen.“ Am sinkenden Volumen der Mitgliedsbeiträge müsse gearbeitet werden. Laut Wirtschaftsplan 2020/2021 sind anstehende Aktionen wie der Feierabend-Markt dank der Leader-Fördermittel kostendeckend kalkuliert. „Wir wollen unbedingt eine Nikolaus-Aktion machen – vermutlich auf dem Rhombus-Gelände. Dafür beginnen gerade die Planungen. Da haben wir vorsichtig kalkuliert und ein Minus von 2500 Euro eingeplant“, blickte der neue WiW-Schatzmeister aus.

 Schriftführerin Inga Manderla
Schriftführerin Inga Manderla Foto: WiW

Im aktuellen Wirtschaftsplan, den die Jahreshauptversammlung einstimmig verabschiedete, geht WiW von Erträgen in Höhe von 205.900 Euro aus. Aus Mitgliedsbeiträgen sollen 43.500 Euro, durch den städtischen Zuschuss 60.000 Euro und durch Veranstaltungen sowie Aktionen 102.400 Euro in die Kasse fließen. Dem gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 205.760 Euro (Veranstaltungen und Aktionen: 98.400, Personalkosten: 71.760, Betriebskosten: 15.400, Raum- und Energiekosten: 9800, Werbekosten: 6700, Abschreibungen: 2100 sowie Versicherung, Steuer, Abgaben: 1600 Euro). Unter dem Strich geht der WiW-Wirtschaftsplan für 2020/2021 somit von einem Überschuss in Höhe von 140 Euro aus.

 2. Vorsitzende Kirstin Wirtz
2. Vorsitzende Kirstin Wirtz Foto: WiW

Der Überschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 fiel deutlich höher aus: Statt der im Plan vorgesehenen 100 blieben etwa 13.130 Euro übrig. Wie Christian Potthoff in seinem letzten WiW-Kassenbericht erläuterte, war das vor allem auf die Corona-Pandemie zurückzuführen – vieles fiel aus, weder Aus- noch Einnahmen entstanden. „Zudem konnten wir mit den beiden ‚guten Seelen‘ unserer Geschäftsstelle, Sylvia Mundstock und Gabriele Renner, veträgliche Lösungen finden. Beide haben im Lockdown auf Gehälter verzichtet“, berichtete Potthoff: „Wir hatten insgesamt 17.000 Euro weniger Personalkosten als geplant.“ 11.000 Euro habe WiW in die Instandhaltung der Weihnachtsbeleuchtung investieren können. Und die vorweihnachtliche Zählschein-Aktion, auf die WiW im Vorfeld wegen Corona eher pessimistisch geblickt hätte, habe mit insgesamt 35.000 Euro Umsatz ein plus von 2000 Euro gegenüber dem Vorjahr generiert. Die Liquidität des Vereins belaufe sich derzeit auf knapp 142.000 Euro, das Eigenkapital betrage knapp über 70.000 Euro. „Die WiW-Finanzen sind gesund“, sagte Potthoff und erinnerte an seinen Amtsantritt, als es kein Eigenkapital gab: „Es hat sich ein Schatz für den Verein und damit für Wermelskirchen aufgebaut.“