Internetprobleme in Bollinghausen „Wenn es feucht ist, stürzt die Leitung der Telekom immer ab“

Wermelskirchen · Bei Versicherungsmakler Lothar Weber in Bollinghausen regiert das Prinzip Zufall, ob er ins Internet kommt oder telefonieren kann. Und das geht dort nicht nur ihm so.

 Von solchen Glasfaserkabeln dürfte Lothar Weber in Bollinghausen häufiger träumen, denn sein Internet stürzt vor allem bei feuchtem Wetter häufig ab.

Von solchen Glasfaserkabeln dürfte Lothar Weber in Bollinghausen häufiger träumen, denn sein Internet stürzt vor allem bei feuchtem Wetter häufig ab.

Foto: dpa/Sina Schuldt

Wenn bei der Arbeit im Homeoffice das Internet sich verabschiedet, ist der Ärger groß. So auch beim Versicherungsmakler Lothar Weber im Wermelskirchener Ortsteil Bollinghausen. „Bei dieser Wetterkonstellation, wenn es feucht ist, stürzt die Leitung der Telekom immer ab. Aber nicht nur bei mir, sondern in gesamt Bollinghausen“, sagt der Sprecher des Bezirks Bergisch Land – Wuppertal-Solingen-Remscheid im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Für ihn liegt das Problem zum einen daran, dass es dort kein Glasfaserkabel gibt, sondern nur ein uraltes Kupferkabel. Zum anderen erklärt er, dass es für ihn offensichtlich sei, dass die Isolierung des alten Kupferkabels beschädigt sei. „Ich brauche einen zuverlässigen Telefonanschluss und funktionierendes Internet. Und dazu ist die Telekom verpflichtet, und das erfüllt sie derzeit nicht“, sagt Lothar Weber und ergänzt dann noch: „Ich überlege ernsthaft, Schadenersatzansprüche zu stellen.“

Der Versicherungsexperte hat die Telekom schon häufiger auf dieses Problem hingewiesen, denn er ärgert sich schon seit mehr als einem Jahr über diesen Zustand. Und in Bollinghausen ist auch schon häufiger ein Techniker vor Ort gewesen. „Der hat gesagt, die Leitung ist wunderbar in Ordnung“, beschreibt Weber, der dann darauf hingewiesen hat, dass die Leitung weiterhin abstürzt. Der Techniker antwortete ihm, dass er dann mal zum Verteilerkasten fahren würde, um die Leitung umzustecken. „Genützt hat es noch nie was“, ärgert sich Lothar Weber, auch weil er einen Geschäftskundenanschluss habe, den er auch entsprechend bezahlen muss.

Und nicht nur ihm ginge es so, denn seine Nachbarn und Firmen in Bollinghausen berichten ihm von den gleichen Problemen. Da kann er die Firma Dönges verstehen, die nicht weit von seinem Haus entfernt ihre Zentrale hat und sich extra einen eigenen Glasfaseranschluss hat legen lassen.

„Bei mir am Arbeitsplatz regiert häufiger das Prinzip Zufall, ob ich Internet habe oder telefonieren kann“, meint der Versicherungsmakler und erklärt weiter: „Die Telekom ist nicht in der Lage, die Störung komplex zu sehen. Sie sehen das immer nur pro Anschluss.“

Die Telekom ihrerseits äußerte sich auf Anfrage unserer Redaktion bisher nicht zu dem Problem.

(fbu)
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