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Wermelskirchen: Intensiv-Lernwoche an der Sekundarschule wegen Corona.

Ausfälle wegen Corona : Inhalte sollen in intensiver Lernwoche wiederholt werden

Wegen Corona konnte der Unterricht nicht wie geplant stattfinden. Die Sekundarschule hat eine Idee, wie die Inhalte jetzt nochmal wiederholt werden können.

Ausfall, Wechselunterricht und Online-Lernen. Das abgelaufene Schuljahr war geprägt von Veränderungen und Unsicherheit. Die Sekundarschule Wermelskirchen möchte versuchen, einen Teil der verpassten Inhalte aufzufangen und mögliche Defizite des Lernens und der Lehre auszugleichen. „Wir haben uns selbstverständlich mit der Frage auseinander gesetzt, wie unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 verpasste Lerninhalte aufholen und nachhaltig vertiefen können“, erklärt der didaktische Leiter Moritz Lohmann in einer Mitteilung. Dabei wolle man die Schülerschaft aber nicht überfordern.

Im nächsten Schuljahr wird es deshalb drei „Intensiv-Lernwochen“ geben, in denen Schüler individuell an Wissenslücken inhaltlicher und methodischer Art arbeiten können. Geplant sind dafür die erste volle Schulwoche (außer für die fünfte Klasse), die Schulwoche vor den Herbstferien (Klassen fünf bis acht), die Woche nach den Herbstferien (Klassen neun und zehn) sowie die drei Schultage vor Weiberfastnacht 2022. „Die einzelnen Fächer müssen über das ganze Schuljahr gerechnet auf rund zwei bis vier Fachstunden verzichten und ihren Unterricht anpassen müssen“, erklärt Lohmann. Dafür werden diese Unterrichtsstunden den Intensiv-Lernwochen zur Verfügung gestellt.

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Die zweite Intensiv-Lernwoche ist zeitlich so geplant, dass am Elternsprechtag nach den Herbstferien eine fundierte Rückmeldung über den aufgeholten Lernstand gegeben werden kann. Die dritte Intensiv-Lernwoche ist so terminiert, dass dieSchüler danach noch genug Zeit haben, sich auf die verbleibenden Unterrichtsinhalte des laufenden Schuljahrs konzentrieren zu können, ohne weiterhin Stoff aus dem letzten Schuljahr aufarbeiten zu müssen.

Am Anfang des Schuljahres wird es für alle Schüler eine schulische Diagnostik geben und es werden die individuellen Schwerpunkte für die Intensiv-Lernwochen festgelegt. Diese Diagnostik wird sowohl fachlich sein (Wo sind Wissenslücken?) als auch pädagogisch (Welche Schwierigkeiten ergeben sich aus dem letzten Schuljahr?, Welche Befürchtungen, Ängste und Stress verspüren die Schüler?). „Für den zukünftigen Jahrgang fünf wird das Schuljahr allerdings anders starten, da wir unsere neuen Schüler - wie sonst auch - erst einmal in unserer Schule ‚ankommen’ lassen möchten“, erklärt Lohmann.

Das neue Jahrgangsteam 5 beginnt in diesen Tagen mit der Vorbereitung des neuen Schuljahres und bereitet die ersten Wochen mit gemeinsamen Zielen und Vorhaben für ihren Jahrgang vor, um den Schülern einen sanften Übergang und Start zu ermöglichen.

Für jede neue Klasse wird es in der ersten Schulwoche ein Sozialtraining im Rahmen von jeweils zwei Schulvormittagen in der Sporthalle geben, in dem die Bildung der Klassengemeinschaft und das Kennenlernen eine zentrale Rolle spielen wird.

(mabu)