Wermelskirchen: Im Bürgerzentrum laufen noch die Bautrockner

Sitzungen werden in die Feuerwache verlegt : Im Bürgerzentrum laufen noch die Trockner

Nach dem Wasserschaden steckt noch Restfeuchtigkeit in den Böden. Ein Gutachter prüft nächste Woche, ob der Parkettboden in den Sälen noch aufgearbeitet werden kann oder ausgetauscht werden muss.

Zwei Wochen nach dem Wasserschaden surren in den Sälen des Bürgerzentrums noch die Bautrockner. Warme Luft wird in den Boden geleitet und an anderer Stelle wieder abgesaugt. Dafür wurde der Parkettboden an zahlreichen Stellen geöffnet und tiefe Löcher in den Estrich gebohrt. Die Eimer in den Lufttrocknern, in denen das Wasser gesammelt wird, sind inzwischen fast leer. Das Gros des ausgelaufenes Wassers konnte offensichtlich auf diese Weise aus dem Gebäude entfernt werden. Doch die Säle bleiben vorerst gesperrt, auch die Politik muss ausweichen. Die Sitzung werden ausgelagert. Noch ungeklärt ist die Versicherungsfrage, also wer für den Schaden, der auf eine sechsstellige Summe geschätzt wurde, aufkommt.

Wie berichtet, waren größere Mengen Wasser nach einem Schlauchplatzer an einer Thekenanlage, die für die Musiknacht im großen Saal aufgebaut worden war, ausgelaufen. Aufgefallen war der Schaden Passanten am 6. April, als Wasser aus dem Foyer floss. Mehrere Zentimeter standen die Säle unter Wasser, es suchte sich seinen Weg in die unteren Etagen: ins Foyer und in den Keller. Auch dort laufen noch die Bautrockner, wurden dafür in Böden und Decken Löcher gebohrt, um die Feuchtigkeit aus dem Estrich zu beseitigen.

Nächste Woche werde ein Gutachter prüfen, ob der Parkettboden in den Sälen – insgesamt 800 Quadratmeter Fläche — ausgetauscht werden muss oder ob er noch einmal abgeschliffen und neu versiegelt werden kann, sagt Michaela Böllstorf, die im Bauamt auch für den Denkmalschutz zuständig ist. Davon hänge ab, wie lange die Säle noch gesperrt bleiben. Längst abgesagt ist der „Tanz in den Mai“. Eine Nutzung des Bürgerzentrums sei angesichts der Löcher im Boden zu gefährlich. Auch das Foyer ist nicht nutzbar, weil die Deckenplatten abgebaut wurden und Kabel und Elektrik frei liegen.

Derzeit erarbeite die Verwaltung ein Leistungsverzeichnis für die Renovierung und „wir erarbeiten auch eine Produktauswahl“, sagt Böllstorf. Im Foyer sollen nach Angaben von Hartwig Schüngel, Leiter des Gebäudemanagements, neue Deckenplatten und eine modernere Beleuchtung installiert werden. Das 80er Jahre-Flair ist dann passé.

Die Sitzungen der politischen Fachausschüsse werden vorerst im Unterrichtsraum im Obergeschoss der Feuerwache stattfinden. Für eine Ratssitzung sind diese Räumlichkeiten allerdings zu klein. Am 27. Mai tagt er in der Mehrzweckhalle Dabringhausen. Im Sitzungskalender sind die Säle für Juni wieder als Tagungsort eingeplant.

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