Wermelskirchen: Im Altenheim "Regenbogen" löste ein Kurzschluss ein Brand im Keller aus

Mitarbeiter hatten Bewohner größtenteils evakuiert : Brand im Altenheim – keine Verletzten

Im Keller der Einrichtung „Regenbogen“ brannte am Freitagvormittag ein Sicherungskasten. Als die Feuerwehr eintraf, hatten Mitarbeiter die meisten Bewohner schon evakuiert. Ein Kurzschluss hatte das Feuer ausgelöst.

Glück im Unglück hatten Bewohner und Mitarbeiter des Altenheims „Regenbogen“ an der Remscheider Straße: Als es am Freitagvormittag in einem Technikraum im Untergeschoss des Gebäudes brannte, konnten alle Heimbewohner in Sicherheit gebracht werden, verletzt wurde niemand. „Das Personal hat richtig gehandelt. Es hat alles vorbildlich funktioniert“, lobte Ingo Mueller, stellvertretender Chef der Feuerwehr, nach dem Einsatz das Verhalten der Mitarbeiter in dieser Ausnahmesituation.

Dank der Brandmeldeanlage wurde das Feuer früh lokalisiert, die Feuerwehr gegen 10.30 Uhr alarmiert. Sie rückte mit 20 Einsatzkräften aus. Als sie am Brandort eintrafen, waren die meisten Altenheimbewohner bereits evakuiert: Einige wurden auf der Straße betreut, mit Decken warmgehalten; andere, die ihre Zimmer im Obergeschoss haben, hatten die Mitarbeiter auf die Balkone geführt. Nur wenige musste die Feuerwehr noch evakuieren, bettlägrige Patienten blieben in ihren Zimmern. Sie wurden nach Angaben von Ingo Mueller vom Rettungsdienst der Feuerwehr betreut.

Dank Brandschutztüren waren diese Wohnbereiche abgeschottet. „Denn im Treppenhaus hatte sich der Rauch stark ausgebreitet, Treppen und Fahrstuhl waren vorübergehend nicht nutzbar“, berichtete Mueller. Unter Atemschutz drangen Feuerwehrleute in den Technikraum vor, wo ein Sicherungskasten brannte. Als Brandursache wurde daher ein technischer Defekt vermutet – was sich später bestätigte. Der Strom war teilweise ausgefallen. Das Feuer konnten die Wehrleute rasch löschen, aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die Feuerwehr die Treppenräume und das Souterrain mit Hilfe starker Ventilatoren querlüften.

Auch die evakuierten Menschen wurden betreut: Der Rettungsdienst schaute, ob sie angesichts der für sie dramatischen Lage gesundheitlich gelitten hatten. Gegen 12 Uhr war der Einsatz beendet, nur das hauptamtliche Löschfahrzeug blieb noch vor Ort, um im Notfall mit einem Stromaggregat die Versorgung zu gewährleisten.

„Das hat mich doch mitgenommen“, räumte Edith Runkel-Wünschmann, Trägerin, Heimleiterin und Geschäftsführerin des Altenheims „Regenbogen“ ein. Seit Gründung der Einrichtung vor 19 Jahren habe es noch nie in dem Gebäude gebrannt. „Wenn der Alarm losgeht, ist das so laut, dass man erst einmal geschockt ist“, sagte sie im Gespräch mit dieser Redaktion. Dass ihre Mitarbeiter richtig und ruhig reagiert hatten, als der Feueralarm ausgelöst wurde, beruhigte sie. Denn sie war zu diesem Zeitpunkt nicht im Hause, sondern traf erst später ein.

Brandschutz nehme man sehr ernst. Für das Altenheim „Regenbogen“ wurde ein eigenes Brandschutzkonzept erarbeitet. Einmal im Jahr gebe es fürs Personal eine Brandschutzunterweisung, die jüngste sei erst kürzlich erfolgt. Der Alarm gehe bei der Feuerwehr in Bergisch Gladbach ein. Die Wermelskirchener Feuerwehr war binnen kürzester Zeit vor Ort, „sie ist sehr professionell vorgegangen. Da waren wir erst einmal beruhigt, dass sie die Regie übernommen hat“, gibt die Geschäftsführerin das Lob zurück an die Profis.

Nach ihrem Eindruck haben die Altenheim-Bewohner die Situation gut verkraftet. „Dank der guten Betreuung sind sie ruhig geblieben“, sagt die 62-Jährige. Der Haus-Elektriker, Dirk Schulz-Heinmann, habe den Defekt noch am Freitag repariert. Ein Kurzschluss habe den Brand ausgelöst, so Runkel-Wünschmann. Nächste Woche werde der Fachmann die Elektrik im Hause prüfen, ob und was technisch aufgerüstet werden sollte. Eine Gebäudereinigungsfirma habe die betroffenen Bereiche gereinigt. „Aber etwas Brandgeruch liegt noch in der Luft“, meinte sie am Freitagabend.

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