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Wermelskirchen: Hunde im Rathaus - Kommentar

Kommentar : Frau Lück, wo bleibt das Machtwort?

Im Rathaus bringen nicht wenige Mitarbeiter ihre Hunde mit ins Büro. Seit Jahren. Wenn sich das ändern soll, muss die Bürgermeisterin durchgreifen.

Liebgewonnene Gewohnheiten oder gar Zugeständnisse des Arbeitgebers werden ungern wieder zurückgegeben. So ist es anscheinend auch im Rathaus. Jahrelang ließen die Bürgermeister die Zügel schleifen.

Eine Anfrage der Bergischen Morgenpost bringt nun diese Behördengemütlichkeit durcheinander. Und die Bürgermeisterin schaut scheinbar hilflos zu. Sollte es tatsächlich Drohungen gegeben haben, dürfte es nur eine Enscheidung geben: die Papiere. Und das eine Arbeitsgruppe ein halbes Jahr tagt, ohne zu einem für Besucher und Mitarbeiter vernünftigen Ergebnis zu kommen, zeigt doch, dass eine Seite überhaupt nicht bereit ist, auf Privilegien zu verzichten. Vorsorglich wird ein Mantel des Schweigens darüber gelegt. Wie lange nun soll das noch dauern? Irgendwann ist Corona vorbei. Dann öffnet sich auch ein Rathaus wieder.

Es wird Zeit, dass sich die Bürgermeisterin einschaltet und ein Machtwort spricht. Auch wenn das für den einen oder anderen Mitarbeiter hart sein dürfte. (tei-)