Wermelskirchen: Henning Rehse kritisiert mangelnde Straßenreinigung - Rinnsteine sind verstopft

Stadt verspricht Säuberung : Politiker reinigt die Rinnsteine

Wer Grundsteuer zahlt, zahlt auch für die Straßenreinigung. Dieser Pflicht kommt die Stadt aber nicht gut genug nach, findet Kommunalpolitiker Henning Rehse und griff kurzerhand selbst zur Harke.

Bürger zahlen über die Grundsteuer auch für die Straßenreinigung, doch der Pflegezustand lasse stellenweise sehr zu wünschen übrig, wandte sich Henning Rehse jetzt an die Stadt. Der Fraktionsvorsitzende der WNKUWG entdeckte bei seinen Gassi-Runden mit dem Hund durchs Ostviertel, dass die Rinne auf der Goethestraße zwischen Pflanzbeet und Bordstein, die eigentlich dem normalen Wasserablauf, dient, zugewuchert und verstopft war. Rehse: „Das Wasser sucht sich seinen Weg mittlerweile überall hier, nur nicht durch die Rinne.“ Die Rinne müsse offen gehalten werden – nicht zuletzt, weil sie bei Starkregen große Wassermengen aufnehmen muss. Und ausgerechnet auf diesem Bereich stellte die Entsorgungsfirma auch noch Sammelcontainer auf.

Mit der Kritik wolle er aber nicht die Stadtverwaltung, sprich den Bauhof und die Grünflächenfläche, angreifen, betont Rehse. Ihm sei durchaus bewusst, welche großen Flächen die Mitarbeiter zu bewältigen habe. Es werde immer viel von der Stadt gefordert, ohne dass die Politik das erforderliche Personal genehmige. „Ich habe mich geärgert, dass der Stadtrat dem Bürgermeister die Stellen gestrichen hat“, sagt Rehse. Er erinnert an die Diskussion über den Stellenplan, der 30 neue Stellen bei der Stadt umfasste, die Ratsmehrheit aber fünf Stellen strich – darunter auch eine Stelle für die Grünflächenpflege. Die WNKUWG unterstütze hingegen ausdrücklich in bestimmten Bereichen die Personalanforderungen der Fachämter.

Nachher: Der Rinnstein ist von Wildwuchs und Kehricht befreit. Bei Regen kann das Oberflächenwasser gut abfließen. Foto: Henning Rehse

Auch die Pflanzbeete solle die Stadt auf einem Mindeststandard pflegen, fordert Rehse. Er griff selbst zu Besen und Schaufel, um den Rinnstein zu säubern. „Rund 100 Liter Grünzeug und Kehricht fielen an, die habe ich dann zum Bauhof gefahren, bezahlt habe ich dafür aber nicht.“ Nachdem sich Rehse an die Stadt gewandt und Fotos vom Missstand gemailt hatte, reagierte Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, prompt. „Aufgrund der großen Fläche unseres Stadtgebietes haben wir immer mal wieder an einigen Stellen derartige Missstände“, räumte er ein. Er sichere zu, dass diese in den nächsten Wochen und Monaten sukzessive beseitigt werden – auch an der Goethestraße.

Außerdem werde die Containerfirma darauf hingewiesen, dass die Behälter mit einem kleinen Abstand vom Bordstein aufgestellt werden sollten.

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