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Wermelskirchen: Haftbefehl nach Axt-Attacke erlassen

Nach Axt-Attacke in Wermelskirchen : Untersuchungshaft im Krankenhaus

Nach dem Versuch, seine Eltern mit einer Axt zu töten, hat die Staatsanwaltschaft Köln jetzt Haftbefehl gegen den beschuldigten Sohn erlassen. Der 28-Jährige liegt schwer verletzt im Krankenhaus – er sprang nach dem Angriff auf seine Eltern von einer Autobahnbrücke.

Wann sich der 28-jährige Wermelskirchener vor Gericht verantworten muss, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Mordkommission wird dem Mann vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden  des 1. Oktober seine Eltern angegriffen und schwer verletzt zu haben. Anschließend war der Sohn geflüchtet, durch die Stadt geiirrt und schließlich in suizidaler Absicht von der Autobahnbrücke in Hünger auf die Fahrbahn gesprungen. Der Beschuldigte überlebte, auch weil mehrere Autos rechtzeitig ausweichen konnten. Seitdem liegt der 28-jährige mit schweren Verletzungen in einer Spezialklinik in Köln.

„Mit der Verkündung des Haftbefehls befindet sich der Beschuldigte ab sofort offiziell in Untersuchungshaft“, erklärt Staatsanwältin Lisa Kleefisch. Ohnehin werde der Wermelskirchener seit der Aufnahme im Krankenhaus vor Ort bewacht. „Seine Verletzungen sind so schwer, dass immer noch weitere Operationen notwendig sind“, erklärt Lisa Kleefisch weiter. Aus diesem Grund werde es noch längere Zeit dauern,  bis wegen des versuchten Tötungsdeliktes Anklage erhoben und ein Prozess terminiert werden kann.

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Der Oberstaatsanwalt sieht eine besondere Heimtücke darin, dass der 28-Jährige seine Eltern im Schlaf mit dem Axt-Angriff überraschte. Der Vater war bei der Attacke sehr schwer verletzt worden, ist laut Angaben der Staatsanwaltschaft mittlerweile aber ebenso außer Lebensgefahr wie die Mutter.