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Wermelskirchen: Gürtelprüfungen erstmals Online

Geschwister als Partner : Gürtelprüfungen erstmals Online

Statt im Dojo des Jugendclubs trainierte der Nachwuchs auf heimischer Matte. Geschwister, Eltern oder Stofftiere mussten als Partner herhalten. Die acht jungen Athleten bestanden die Prüfung mit Bravour.

Gürtelprüfungen machen einen Teil der Faszination des Judosports aus. Insbesondere die erste Prüfung ist für Anfänger demnach sehr aufregend und wegweisend. Für acht Athleten des Judoclubs wird die Prüfung zum weiß-gelben Gürtel darüber hinaus noch ganz besonders in Erinnerung bleiben. Schließlich legten sie ihren ersten Gürtel innerhalb der Coronabeschränkungen ab.

Statt im großen Dojo ging es wöchentlich daheim auf die Matte oder Matratze zur intensiven Vorbereitung, berichtet Jugendleiterin Katrin Seide. Als Partner mussten Geschwister, Eltern oder Stofftiere herhalten. Das spielerische Anfängertraining, das die Judoka im Judoclub kennengelernt haben, konnte seit der Hallenschließung nicht umgesetzt werden. Die jungen Sportler trainierten also intensiv die Techniken zum weiß-gelben Gürtel via Online. Viele von ihnen hatten Anfang des Jahres den Einstieg in den Judosport gefunden. Amelie Thoms packte das Judofieber erst, als sie den Partner für ihren Bruder Adrian mimte. Kurzerhand entschloss sie sich, auch zur Prüfung anzutreten. Den Rückstand holte die talentierte Sportlerin spielend auf.

Am Montag schaltete sich dann neben Trainerin Katrin Seide auch Dirk Kopperberg zur Videokonferenz hinzu. Er prüfte die Anwärter im Fallen sowie in Stand- und Bodentechniken. Anschließend war Dirk absolut begeistert von den gezeigten Leistungen und attestierte Jannis Frieg, Amelie und Adrian Thoms, Timo Portier, Jonathan Vaupel, Robert Stumpf, Amelie Wittkamp, Mick Müllenmeister und Lucy Vetter die bestandene Prüfung mit Auszeichnung. Besonders dankte Kopperberg aber auch allen Partnern und fügte mit einem Augenzwinkern in Richtung der beiden als Uke agierenden Vätern hinzu: „Vielleicht sehen wir uns freitagabends mal beim Erwachsenentraining.“ Eine Perspektive, die verlockend klingt, für die Verantwortlichen des Judoclubs derzeit aber noch weit entfernt erscheint.