1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Grüne diskutieren über die K18

Oliver Krischer, Grüne, zu Gast in Dabringhausen : Krischer macht Mut für Fahrradstraße

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Oliver Krischer, war zu Gast in Dabringhausen und diskutierte mit Anwohnern, Fahrrad- und Motorradfahrern.

Die Umwidmung der Kreisstraße 18 (K18) zwischen Dabringhausen und Hilgen in eine Fahrradstraße ist kein hoffnungsloses Unterfangen. Mit dieser Botschaft machte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen in Bundestag, Oliver Krischer, den Vertretern dieser Forderung Mut.

„Das ist ganz eindeutig eine Entscheidung des Baulastträgers – also eine kommunale Entscheidung der Stadt Wernelskirchen und des Kreises“, betonte Krischer, der auf Einladung der Wermelskirchener Grünen auf den ehemaligen Sportplatz in die unmittelbare Nähe zur K18 gekommen war. Die Möglichkeit zum Gespräch in praller Mittagssonne nutzten Vertreter der Grünen und auch Anwohner, Aktive des ADFC (Allgmeiner Deutscher Fahrrad-Club) und Motorradfahrer, die es auf eine Gruppe von insgesamt 40 Anwesenden brachten.

Bislang seien in Nordrhein-Westfalen wohl tatsächlich nur innerörtliche Straßen zur Fahrradstraße umgewidmet worden, so der Bundespolitiker, aber er wisse auch von einer Strecke in Brandenburg, bei der das außerorts geschehen sei. „Das wäre dann die erste Fahrradstraße außerorts in NRW“, stellte Oliver Krischer fest. „Eine sinnvolle Lösung, damit die Dabringhauser ohne Lebensgefahr mit dem Rad zur Balkantrasse fahren können“, waren sich die Anwesenden einig.

Frank Schopphoff (ADFC) meinte, dass für die Forderung zur K18-Umwidmung „dicke Bretter gebohrt“ werden müssten. Anwohner sowie Motorradfahrer Thomas Jumpertz (Wermelskirchener Arbeitskreis Motorradlärm) verwiesen auf Schwierigkeiten: „Das ist gar nicht so einfach – Stadt und Kreis schieben die Zuständigkeit hin und her.“ Darauf rückte Oliver Krischer klar: „Das ist dann keine gesetzliche Frage, sondern eine der Kommunikation zwischen Stadt und Kreis – da muss dann mal der Landrat mit dem Bürgermeister ein ernstes Wörtchen sprechen.“ Frank Schopphoff und Hans-Jürgen Klein von den Grünen sagten unisono: „Die K18 ist für eine Fahrradstraße optimal.“ Das gelte in Bezug auf Topographie und die Anbindung an den geforderten Schnellbus zur Rheinschiene.

Zum Thema Motorradlärm konnten sich Biker, Radler und Politiker auf eine Position verständigen: Die jetzige „Insel-Lösung“ mit Geschwindigkeitsbeschränkungen für Motorradfahrer ist gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer – die Begrenzung müsse für alle gelten.