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Wermelskirchen: Grippeschutzimpfung für Risikogruppe empfohlen

Für Ältere und chronisch Kranke : Wermelskirchener Arzt empfiehlt Grippeschutzimpfung

Der Mediziner Hans-Christian Meyer rät zur Impfung. Er geht allerdings von einer Impfstoffknappheit aus. Deshalb sollten sich nur Angehörige der Risikogruppe pieksen lassen, findet der Arzt.

Die Grippesaison steht an. In diesen Zeiten raten viele Experten zur Grippeschutzimpfung. Der Wermelskirchener Arzt Hans-Christian Meyer führt die Impfungen bereits seit drei Wochen in seiner Praxis durch und würde sie ebenfalls jedem empfehlen – wenn es genügend Impfstoff geben würde: „Es kann und soll nicht jeder geimpft werden“, so der Mediziner. „Es ist gut möglich, dass es zu einer Impfstoff-Knappheit kommt.“ Der vorhandene Impfstoff sollte der Risikogruppe, also Menschen ab 60 Jahre oder chronisch Kranken vorbehalten werden.

Er erklärt, warum die Impfung besonders für diese Menschen wichtig ist. „Es gilt bei ihnen zu verhindern, dass eine ‚Doppelinfektion’, also das gleichzeitige Erkranken an Influenza und dem Coronavirus, auftritt“, sagt Meyer. „Denn dann sinken die Chancen, dass dies überstanden wird, natürlich erheblich.“ Er selbst bemerke zudem, dass eine regelmäßige Impfung der Patienten deren Abwehrkräfte auch hinsichtlich anderer Infektionskrankheiten steigere, ‚Kreuzimmunität’ nenne sich dies: „Nach meinen eigenen Beobachtungen – wohlbemerkt, das ist mein persönlicher Eindruck und nicht wissenschaftlich erwiesen – tritt bei den Patienten ein genereller Verstärkungseffekt des Immunsystems ein, wenn sie einmal im Jahr die Impfung vornehmen lassen. Auch andere Erkrankungen nehmen dann einen milderen Verlauf.“

Seit mehr als 20 Jahren bereits führt der Mediziner die Impfungen in seiner Praxis durch. „Die Akzeptanz der Grippeschutzimpfung war vergleichsweise schon immer hoch, doch in diesem Jahr kann man noch eine Steigerung verzeichnen“, erzählt Meyer. „In den drei Wochen, in denen wir die Impfung schon durchführen, wird sie stark nachgefragt“, berichtet der Arzt.

Die Grippesaison geht im Januar los und erreicht ihren Höhepunkt im Februar und März, um dann zum Frühjahr hin ausklingen. „Die Impfung hat eine Wirksamkeit von sechs Monaten“, sagt Meyer. „Die Schutzwirkung der Impfung setzt rund zwei Wochen nach dem Stich ein. Nach vier Wochen erreicht sie die optimale Wirksamkeit.“

Eine Grippeschutzimpfung muss jedes Jahr vorgenommen werden, weil sich der Erreger ständig verändert. Im Regelfall kommen die Krankenkassen für die Kosten auf – bei den gefährdeten Personengruppen.