Wermelskirchen: Genossenschaftsverband genehmigt Haus Eifgen eG

Eigenanteil für den Kauf der Immobilie generiert : Genossenschaftsverband genehmigt Haus Eifgen eG

Geschafft: Die Haus Eifgen-Genossenschaft (Haus Eifgen eG) hat erwartungsgemäß die erste formale Hürde genommen. Der Genossenschaftsverband hat der Genossenschaft die Tragfähigkeit bescheinigt und den Beitritt nach dem Genossenschaftsgesetz zum Prüfungsverband zugelassen.

Dieses Schreiben erreichte den Vorsitzenden der Kulturinitiative Wermelskirchen (Kult-in-Wk) und Geschäftsführer der Haus Eifgen eG, Michael Dierks, pünktlich zur letzten Informationsveranstaltung mit dem Thema „Vorhaben der Haus Eifgen eG“ vor den Sommerferien. Damit konnte Dierks diese für die im Haus Eifgen Aktiven frohe Nachricht den 40 Anwesenden verkünden. Die Besucherschar bestand allerdings mehrheitlich aus sowieso gut informierten Stammgästen, denen es vor allem darum ging, ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen.

„Es gibt im Moment tatsächlich weniger Fragen, die uns erreichen. Aber es gibt schon einige Leute, die klar haben durchblicken lassen, dass sie abwarten wollen, wie es sich entwickelt“, berichtete Michael Dierks. Die Genehmigung durch den Genossenschaftsverband sei für diese Menschen nun ein Signal. „Wir liegen im Zeitplan, können das Haus Eifgen als Genossenschaft bis September kaufen“, unterstrich Dierks. Der Eintrag im Register durch den Notar und eine gerichtliche Bestätigung müssten nun formell folgen.

Die Haus Eifgen eG gründete sich am 23. Mai. 244 Anteile über je 500 Euro sind inzwischen gezeichnet. 118.000 Euro seien nach Angaben von Dierks bislang auf das Genossenschaftskonto geflossen, über 4000 Euro lägen verbindliche Zusagen vor. Bei einem Gesamtkaufpreis von 243.000 Euro und verfügbaren Mitteln von aktuell 122.000 Euro haben die Kulturtreibenden vom Haus Eifgen ihr Ziel erreicht, mindestens 50 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital zu generieren. Für den Rest liegt eine Kreditzusage der Volksbank vor. „Nichtsdestotrotz wollen wir weitere Anteilszeichner für die Genossenschaft gewinnen, um den zu finanzierenden Teil und damit das Risiko möglichst gering zu halten“, betonte Michael Dierks. Zudem muss die Genossenschaft spätestens zwölf Monate nach dem Hauskauf weitere 15.000 Euro an Noch-Besitzer Herbert Ante für das Inventar im Haus Eifgen zahlen. Der steht dem Geschehen in dem Wermelskirchener Traditionshaus als regelmäßiger Veranstaltungsbesucher und Zeichner von Genossenschaftsanteilen wohlwollend und kooperativ gegenüber, wie Michael Dierks bestätigte.

Nach dem Kauf wird die Genossenschaft das Haus Eifgen an den Verein Kult-in-Wk vermieten. Dieser hat aktuell 142 Mitglieder.

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