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Wermelskirchen Gemeinden planen den Advent gemeinsam

Ökumene in Wermelskirchen : Gemeinden planen den Advent gemeinsam

In Corona-Zeiten rücken Evangelische, katholische und freikirchliche Christen zusammen. Es wird darüber nachgedacht, ein gemeinsames Weihnachtssingen im Eifgen-Dönges-Stadion zu veranstalten.

Adventskonzerte, Plätzchenbacken in Jungschargruppen, große Festgottesdienste: Viele Termine für die Adventswochen und Weihnachten wurden abgesagt, in Corona-Zeiten müssen Gemeinden umdenken. In Wermelskirchen setzen sich dazu Mitglieder evangelischer, katholischer und freikirchlicher Gemeinden an einen Tisch.

Nachdem bereits Anfang September Mitglieder der evangelischen Allianz über Möglichkeiten des gemeinsamen Advent-Feierns ins Gespräch gekommen waren, setzten sich nun Mitglieder vieler freikirchlichen Gemeinden, der evangelischen Kirchengemeinden Wermelskirchen und Hilgen-Neuenhaus und der katholischen Kirchengemeinde an einen Tisch. Ihr gemeinsames Ziel: Advent und Weihnachten zu den Menschen in Wermelskirchen bringen – trotz Corona.

Dabei kristallisieren sich gemeinsame Ideen heraus, die zur Adventszeit umgesetzt werden könnten: Gemeinsam würden die Gemeinden gerne zu einem Weihnachtssingen im Eifgen-Dönges-Stadion einladen. Neben den verschiedenen musikalischen Gruppen, die die Gemeinden zu bieten haben, sollen dann vor allem die Besucher gefragt sein. Weil Singen unter freiem Himmel und mit entsprechendem Abstand auch in Corona-Zeiten erlaubt ist, könnten die Besucher einen großen Chor bilden und beliebte und bekannte Weihnachtslieder anstimmen – wie das in großem Rahmen bereits in Fußballstadien in Leverkusen und Köln verwirklicht wird. Eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern verschiedener Gemeinden soll nun die Machbarkeit prüfen, Hygienekonzepte entwerfen, mit der Stadt im Gespräch bleiben und wenn möglich in die Planungen einsteigen.

Denkbar ist außerdem ein Weihnachtsweg – der in Zusammenarbeit mit Wermelskirchener Einzelhändlern entstehen könnte. Die Idee: In heimischen Schaufenstern könnten Interessierte während der Adventszeit Krippendarstellungen und Impulse finden. Die Idee soll nun mit den Einzelhändlern besprochen und dann ebenfalls in einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet werden.

Daneben feilen die Gemeindevertreter noch an anderen Gedanken – um künftig häufiger als christliche Gemeinschaft aufzutreten. Dazu gehört etwa ein gemeinsamer, geistlicher Gruß für die Wermelskirchener oder ein Kalender mit Darstellungen aus allen Gottesdienststätten der Stadt. Auch ein Podcastprojekt mit täglichen „Gute Nacht-Geschichten“ im Advent, das Joe Momper, Jugendreferent der Stadtkirche konzipiert hat, könnte ökumenisch gestaltet werden. Das gilt auch für die Idee einer Reihe von Veranstaltungen mit Gregorianischem Gesang. Für die Gemeindevertreter ist es eine Premiere, in diesem Rahmen an einem Tisch zu sitzen.