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Wermelskirchen: Gelände für neuen Dauer-Parkplatz wird vorbereitet

Rund um die Dreslerhallen in Wermelskirchen : Vorarbeiten für neue Dauerparkplätze laufen

Noch bevor Parkplätze auf dem Loches-Platz wegfallen, weil erste vorbereitende Arbeiten für die Neubebauung laufen, sollen Dauerparker einen Ersatz finden – das ist das Versprechen der Stadt. Und nach heutigen Stand wird es auch eingelöst.

Im Sommer soll der neue Parkplatz angelegt sein. Derzeit wird das Gelände zwischen Feuerwache, Tafel und AJZ dafür vorbereitet. So fällte der Betriebshof diese Woche eine alte Birke neben dem Gebäude der Tafel. Auch in der Dreslerschen Halle nebenan wird gearbeitet.

Dass neue kostenfreie Parkmöglichkeiten für Langzeitparker in der Innenstadt geschaffen werden, war politisch gewünscht. Die Stadtverwaltung hatte dazu 2017 ein Konzept vorgelegt, für das der Stadtrat auch grünes Licht gab. Demnach sollen 66 öffentliche Stellplätze, zehn für Mitarbeiter des Arbeitsamtes und sechs für die Tafel entstehen. Nicht in der Luxusausführung mit Asphaltdecke, sondern als einfachere Variante mit einer Schotterschicht, eine sogenannte wassergebundene Decke.

Die Baumfällung sei nur ein kleiner Teil der erforderlichen Vorbereitungen für den neuen Parkplatz, erinnert Tiefbauamtsleiter Harald Drescher. Auch die Industriebrache muss weichen. Momentan haben die Arbeiten der Schadstoffsanierung "Dreslerhalle" begonnen.

Wie bei allen älteren Gebäuden musste vor einem Abriss geprüft werden, ob sich Schadstoffe in der Bausubstanz befinden. 2018 liefen Untersuchungen. Das Ergebnis: Die Halle ist schadstoffbelastet. Im Außenputz Asbest entdeckt. Im Fensterkitt der Außenfenster wurden Asbest und PCB nachgewiesen. In der Dacheindeckung, in der Teerpappe, stecken PAK – chemische Verbindungen, die als gesundheitsschädlich gelten.

Die beauftragte Fachfirma hat den Eingangsbereich eingehaust: Eine Art Zelt soll den Raum, in dem Mitarbeiter in Schutzanzügen schadstoffbelastete Teile entfernen, abschotten, damit keine Asbestfasern nach außen dringen. Zum Einsatz kommen Spezialgeräte, bei denen Stäube abgesaugt, gefiltert und dann fachgerecht entsorgt werden.