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Wermelskirchen: Gästezimmer und Appartements für Flüchtlinge

Große Hilfsbereitschaft in Wermelskirchen : Gästezimmer und Appartements für Flüchtlinge

Nach dem Aufruf der Bürgermeisterin, für Flüchtlinge Wohnraum zur Verfügung zu stellen, reißen die Angebote nicht ab. Noch aber gibt es keine Zahlen, wann und ob Ukrainer nach Wermelskirchen kommen.

Während immer mehr Menschen aus der Ukraine flüchten, bereitet sich Wermelskirchen auf deren Ankunft vor. 30 Menschen, hatte Bürgermeisterin Marion Lück angekündigt, wolle die Stadt aufnehmen. Platz ist wahrscheinlich für deutlich mehr Flüchtlinge vorhanden. „Wir haben eine sehr große Bereitschaft in der Bevölkerung, diesen Kriegsflüchtlingen zu helfen“, berichtet Sozialamtsleiterin Tanja Dehnen. Die Telefone würden derzeit nicht stillstehen.

Grundsätzlich habe die Stadt Platz in den städtischen Übergangshäusern, die natürlich alles andere als freundlich sind. „Wir haben aber inzwischen 40 Angebote – es können mittlerweile auch mehr sein – von Wermelskirchenern, die Gästezimmer bereitstellen und auch kleine Appartements“, so die Sozialamtsleiterin.

Nach Informationen aus dem Sozialamt gibt es aktuell wenige Ukrainer, die nach Wermelskirchen geflüchtet sind. „Uns sind fünf Männer bekannt, die aber bei ihren Verwandten wohnen und die sich in der Stadtverwaltung gemeldet haben“, berichtet Tanja Dehnen. Dabei ging es um finanzielle Unterstützung und auch um den Aufenthaltsstatus. „Beides können wir noch nicht klären, weil wir dazu noch keine Informationen vom Land haben.“

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Es gebe aktuell auch keine Ankündigung, ob überhaupt Flüchtlinge nach Wermelskirchen kommen. „Wir haben 30 Plätze angeboten. Wir müssen schauen, ob das angenommen wird. Aber auf Landes- und Bundesebene wird aktuell geplant.“

Es gibt in Wermelskirchen keine Sammelstelle, um mögliche Flüchtlinge bei der Ankunft mit Sachmitteln auszustatten. Aktuell sei man aber in Gesprächen mit möglichen Einrichtungen.

 Inzwischen ruft der „Treffpunkt Hoffnung“ zu Sach- und Geldspenden für die Ukraine auf. Die Sachspenden werden dann durch die Organisation „Hoffnungsträger Ost“ (ht-ost.com) an die ukrainisch-moldawische Grenze gebracht, wo verstärkt Flüchtlinge ankommen, heißt es in einer Mitteilung. Gebraucht werden funktionale Kleidung, warme Schuhe, Decken, Schlafsäcke, Kuscheltiere, Püppchen, Spielzeugautos – aber keine Hygieneartikel und Lebensmittel, diese werden in großen Mengen von der Hilfsorganisation eingekauft. Erster Abgabetermin in den Räumen von Treffpunkt Hoffnung , Dabringhauser Str. 31 a ist am Sonntag, 6. März, 12 bis 13 Uhr. Weitere Termine: Freitag, 11. März, 17 bis 19 Uhr, Samstag 12. März, 11 bis 13 Uhr und Sonntag, 13. März, 12 bis 13 Uhr.