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Wermelskirchen: Freibad verkauft stattliche 700 Saisonkarten

Schwimmverein Dabringhausen : Freibad verkauft stattliche 700 Saisonkarten

Im Vergleich zu 2019 erhöhte Preise sollen Mehrkosten und die durch die Corona-Maßnahmen gedeckelte Besucherzahl zumindest teilweise abfangen. Obendrein fielen für den Online-Ticket-Verkauf auch Gebühren an. Deshalb gibt es in dieser Saison keine Rabatte.

Trotz aller widrigen Umstände zur Eindämmung der Corona-Pandemie, kann das Freibad Dabringhausen zum Start in die Badesaison einen großen Erfolg verbuchen: Bis zum Abschluss der Verkaufsfrist am Dienstag für die Saisonkarten wurden 700 Stück verkauft – im Vorjahr waren es knapp 200. Damit stehen täglich 100 Tagestickets zum Online-Kauf zur Verfügung, denn das Freibad darf maximal 800 Gäste gleichzeitig auf das Areal des Waldbades an der Linnefe lassen. Diese Deckelung schreiben die Regelungen zur Bekämpfung des Coronavirus vor.

„Das ist ein Statement der Leute pro Freibad“, sagt Dominik Roenneke vom Schwimmverein Freibad Dabringhausen (SVFD). Er lobt die Zusammenarbeit mit dem Kaufzentrum Hübing, wo die Saisonkarten gekauft werden konnten. „Wir haben ja nun auch ältere Badegäste, die dem Internet nicht so affin sind.“

Im täglichen Betrieb macht sich der gesteigerte Saisonkartenverkauf bereits bemerkbar: „Wir haben selbst bei schlechtem Wetter dauerhaft mehr Gäste im Bad. Saisonkarten-Inhaber kommen eher auch nur mal für ein Stündchen zum Schwimmen, denn es ist ja bezahlt“, sagt Roenneke. Ein Saisonkarten-Inhaber könne eben während der Öffnungszeiten kommen und gehen wie er mag. Wohingegen ein Tagesticket-Kunde eher nur bei gutem Wetter für gleich mehrere Stunden komme, damit sich das Ticket lohne, sagt Roenneke.

Die Corona-Einschränkungen lassen die Spitzentage vergangener Jahre mit 1000 und mehr Gästen bei gutem Wetter in diesem Jahr wegfallen – ein finanzieller Verlust, denn die Spitzeneinnahmen deckten bisher im Idealfall das Minus von Schlecht-Wettertagen. „Deshalb haben wir für die Saison 2020 den finanziellen Gesamtsockel etwas angehoben“, sagt Roenneke. Das Tagesticket kostet sechs statt bisher fünf Euro (2019), die Familien-Saisonkarte für bis zu fünf Personen kostet 160 statt 130 Euro (dazu waren Saisonkarten für einzelne Erwachsene zu 85 und für einzelne Jugendliche zu 50 Euro im Angebot). „Wir haben ja durch Corona beim Material enorme Mehrkosten. Beispielsweise das benötigte Desinfektionsmittel ist ja derzeit flüssiges Gold“, sagt Katja Salz-Bannier vom SVFD und ist froh, mit dem Dhünner Unternehmen Causemann einen dem Freibad verbundenen Lieferanten gefunden zu haben.

Obendrein fielen für den Online-Ticket-Verkauf auch Gebühren an. „Wir können in dieser Saison keine Rabatte geben, damit würden wir uns unser eigenes Grab schaufeln“, sagt Roenneke.

(sng)