Wermelskirchen: Freibad ist bereit für die Saison

Sommer in Wermelskirchen : Die Freibad-Saison kann kommen

Das Freibad Dabringhausen ist bereit für den Start in die Schwimmsaison, die im idyllischen Waldbad traditionell mit dem Beginn der Sommerferien startet.

Die Becken sind mit dem Wasser aus der Linnefe gefüllt, die letzten Maler- und Aufräumarbeiten haben 15 freiwillige Helfer am Wochenende erledigt - erster offizieller Öffnungstag ist Freitag, 13. Juli. Allerdings: Bereits am Wochenende standen einige wenige Besucher vor dem abgeschlossenen Freibad und wunderten sich, dass angesichts des Hochsommerwetters das Waldbad nicht geöffnet hatte.

"Das können wir nur immer und immer wieder kommunizieren - das ist jedes Jahr das gleiche Lied", sagte Domminik Roenneke, Vorsitzender des Schwimmvereins Dabringhausen, der das Freibad ehrenamtlich betreibt. Der Verein bewege sich in einem engen Finanzrahmen, und vor diesem Hintergrund müssten die Öffnungstage gesehen werden. "Es reicht eben nicht, dass das Wasser in die Becken eingelaufen ist. Im Betrieb müssen zur Erhaltung der Wasserqualität die Umwälzpumpen laufen, was 150 Euro an Strom pro Tag kostet", erläuterte Roenneke. Somit würde ein geöffnetes Schönwetterwochenende die Kosten für eine folgende Werktagwoche mit mäßigen Besucherzahlen nicht auffangen.

Ein weiteres Problem: Geöffnet werden darf das Freibad nur mit anwesendem Schwimmmeister, und diese seien deutschlandweit rar. Für die geplante Freibadsaison hat der Schwimmverein bereits einen Bademeister Anfang des Jahres verpflichtet (die BM berichtete). "So wie es ist, ist es allemal besser, als kein Freibad mehr zu haben", unterstrich Roenneke.

Im Laufe dieser Woche rechnet der Schwimmverein mit den Ergebnissen der Wasserproben, die im Labor auf Qualitätsrichtlinien getestet werden müssen. Das Hauptbecken fasst 2700 Kubikmeter Wasser, für das Nichtschwimmerbecken kommen noch einmal 400 hinzu.

"Die ersten Besucher sind ab dem 10. Juli im Freibad. Dann kommen Schüler des Gymnasiums, weitere Schulen folgen", blickte Roenneke voraus. Die Schulen würden das Schuljahresende mit einem Freibadbesuch besiegeln - für den Schwimmverein auch eine Werbemaßnahme, wie der Vorsitzende betont: "Vielleicht kommt dabei der eine oder andere Schüler auf den Geschmack und in den Ferien privat wieder."

Über den engagierten Einsatz "seines" Teams freute sich Roenneke, der am Wochenende persönlich nicht vor Ort, sondern in der Eifel weilte: "Vor allem unser technischer Leiter Ralf Magney ist unser Held. Er hat uns in die Lage versetzt, dass die Anlage zuverlässig funktioniert." Fleißig den Pinsel schwang beispielsweise Thomas Wurth, der den Kiosk-Außenwänden einen neuen Haftgrund und den Umrandungen der Becken, den sogenannten Beckenköpfen, ein frisches Blau verpasste. Roenneke: "Das Freibad ist ein hoher Freizeitwert vor allem für unsere Kinder, deshalb machen wir Helfer das hier."

(sng)