Wermelskirchen: Freibad Dabringhausen erwacht aus dem Winterschlaf

Saisonvorbereitungen in Dabringhausen : Freibad erwacht aus Winterschlaf

Ehrenamtliche beginnen mit Saisonvorbereitungen in Dabringhausen.

Die Saisonvorbereitungen im Freibad beginnen ungemütlich. Am Samstagmorgen fällt pausenlos Nieselregen, der Wind pfeift und dunkle Wolken ziehen über die Coenenmühle. „Ich bin froh, dass trotzdem viele Helfer gekommen sind“, sagt Fördervereinsvorsitzender Michael Unbehaun und blickt sich dankbar im Bad um.

Rund zehn fleißige Helfer haben sich vom Wetter und der frühen Uhrzeit nicht abhalten lassen und haben die Hochdruckreiniger angeworfen. Bereits am Donnerstag hat der Förderverein angefangen, das Wasser aus den Becken zu lassen. „Wir beginnen nun mit der groben Reinigung“, erklärt Unbehaun. Blätter, Moos und Schmutz haben sich im Becken gesammelt. Frost und Kälte haben den Fliesen zugesetzt. „Der Arbeitsaufwand ist vergleichbar mit anderen Jahren“, erklärt er.

Während der Boden unter dem Druck des Wasserstrahls langsam wieder seine glänzende, blaue Farbe zurückerhält, stapeln die Helfer nebenan die Eispolster, die den Beckenrand über den Winter geschützt haben. „Es gibt viel zu tun“, sagt Unbehaun, „ich weiß gar nicht, wo ich bei der Aufzählung anfangen soll.“

Die größten Herausforderungen stehen erst in den nächsten Wochen an: „Das Kleinkinderbecken ist defekt und kann auch nicht mehr repariert werden“, berichtet Unbehaun. Also soll ein neues Becken her, die Leitungen müssen dafür neu verlegt werden. Es gebe noch viele Fragen zu klären, sagt der Fördervereinsvorsitzende. Fest steht allerdings, dass das neue Kleinkinderbecken auch einen sonnigeren Standort bekommen soll. Außerdem müsse das Nichtschwimmerbecken saniert werden – viele Fliesen seien defekt.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Im vergangenen Jahr hat das neue Biomasseheizwerk die Beheizung des Bades übernommen (wir berichteten). Der alte Flüssiggastank wurde inzwischen abgeholt. „Und weil die neue Heizung über den Winter die Räume warm gehalten hat, müssen wir uns dieses Jahr weder um Kälteschäden noch um Schimmel kümmern“, sagt Unbehaun. Genug Arbeit wartet trotzdem auf die Ehrenamtlichen, für die bis zur Saisoneröffnung am 12. Juli noch mindestens sechs Arbeitssamstage anstehen.