Wermelskirchen: Feier zum Jubiläum von Haus Eifgen

130 Jahre Haus Eifgen: Musik und viele Biergartengespräche 

Die Kulturinitiative Wermelskirchen feierte das 130-jährige Bestehen des Haus Eifgen. Der Verein zeigte sich angesichts von 250 zahlenden Besuchern zufrieden. Sogar musikalische Gäste von der britischen Insel waren gekommen.

Ob schmissige Big-Band-Klänge, tanzbare Soul-Rhythmen, rockiger Blues-Sound, schwungvolle Country- und Honky Tonk-Musik oder humorvoller Mehrstimmen-Gesang: Die Kulturinitiative Wermelskirchen („Kult in Wk“) feierte das 130-jährige Bestehen des Haus Eifgen standesgemäß mit einer breiten, musikalischen Vielfalt, die stattliche elf Formationen an drei Tagen auf die Bühne brachten. Mit 120 zahlenden Besuchern am Freitag und 130 am Samstag zeigte sich das „Michael-Trio“ an der Spitze von „Kult in Wk“ zufrieden. Der erste Vorsitzende Michael Dierks, der zweite Vorsitzende Michael Regenbrecht und der Schatzmeister Michael Mohr bilanzierten: „Mehr geht natürlich immer. Aber wir sind zufrieden. Wir befinden uns mitten in der Ferienzeit und gerade am Freitag dürfte zudem die Hitze einige Leute vom Ausgehen abgehalten haben.“

Die schwül-warme Luft sorgte im Saal des Hauses Eifgen, das „Kult in Wk“ seit eineinhalb Jahren mit Leben füllt, für entsprechend stickige Luft. Um Ruhestörungen (Nähe zum Krankenhaus) zu vermeiden und weil die Technik spielbereit im Haus installiert ist, traten die musikalischen Akteure des Jubiläumswochenendes hauptsächlich im Gebäude auf. Die Umbauphasen zwischen den Auftritten und Pausen der Musiker nutzten die Besucher dankbar für einen Aufenthalt im schattigen Biergarten. Hier fand sich beste Gelegenheit für einen Snack von einem der Imbissständen und für viele launige Gespräche. Das nutzte auch Bürgermeister Rainer Bleek, der die Gunst der Stunde nutzte und ein erstes Gespräch mit einem Interessenten für die Entwicklung der Gebäude unterhalb des Hauses Eifgen (ehemaliges Freibad) führte. Michael Dierks hatte die Gesprächspartner zusammengeführt.

Der „Kult in Wk“-Vorsitzende lobte den Einsatz der 20 freiwilligen Helfer, die die Festivaltage ermöglichten und appellierte immer wieder in Richtung der Gäste: „Helft uns durch eure Spenden und vor allem durch eure Besuche, dass wir hier weitermachen. Das Ambiente ist wunderschön und die Atmosphäre, die wir hier schaffen, ist einzigartig.“ Allerdings stellte Dierks auch fest, dass 20 Helfer eigentlich nicht ausreichen. Wo ehrenamtlich Aktive ohne kommerzielles Interesse agieren, kann nicht an jeder Stelle die Professionalität der Privatwirtschaft erwartet werden. „Als Verein müssen wir auf das Zutun unserer Gäste bauen können“, betonte Michael Mohr. Der stellte am Freitagabend ein Problem fest: Ihm gingen die Besucherarmbänder aus, die signalisierten, dass der Gast seinen Eintritt bezahlt hat.Dank ausreichender Armbändchen war das „Problemchen“ am Samstag gelöst. „Am Freitag mussten wir die Abläufe noch einspielen, am Samstag lief es dann viel entspannter für uns alle“, bilanzierte Michael Mohr.

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