L101 in Dabringhausen Fehlende Wege gefährden Fahrradfahrer und Fußgänger

Wermelskirchen · In Dabringhausen gibt es zu wenige Geh- und Fahrradwege, sagt ein BM-Leser. Ein Schwachpunkt ist der Friedhofweg, aber gefährlich ist es vor allem auf der L101. So kann es nicht bleiben.

 Der Friedhofsweg in Dabringhausen ist oft zugeparkt, hier wünschen sich Bürger einen Gehweg Richtung Friedhof.

Der Friedhofsweg in Dabringhausen ist oft zugeparkt, hier wünschen sich Bürger einen Gehweg Richtung Friedhof.

Foto: Udo Teifel

Radfahren in Wermelskirchen – da dreht sich eigentlich alles um die Innenstadt. Da geht es um gegenläufigen Radverkehr, und Radfahr-Schutzstreifen und vor allem die Balkantrasse. Gehätschelt und getätschelt, denn sie sorgt für viel touristischen Verkehr, wovon auch die Gastronomie lebt. Neuerdings gibt es noch einen „Abstecher“ zur Kreisstraße 18 – die will der Kreis als Prestigsobjekt für rund 2,4 Millionen Euro mit einem Fuß-/Radweg versehen. Quasi als Süd-Nord-Verbindung von Dabringhausen nach Hilgen zur Balkantrasse. Damit „Berufsradfahrer“ schneller und gefahrlos eine Anbindung finden. Auch an den künftigen Schnellbus.

Doch was ist mit Radwegen in oder um Dabringhausen?, fragt nicht zu unrecht ein BM-Leser. Sein Name ist der Redaktion bekannt, er möchte aber aufgrund von möglichen unsachlichen Diskussion in den sozialen Medien nicht namentlich zitiert werden. In Dabringhausen selbst hat der Leser einen Schwachpunkt am Friedhofweg von Altenberger Straße zum Friedhof ausgemacht. Auf diesem Weg sind wegen des Zugangs zum Friedhof und zur Arztpraxis am Parkweg viele Menschen zu Fuß unterwegs. Es gibt keinen Fußgängerweg und die Straße ist oft durch parkende Autos so verengt, dass sie dann nur einspurig befahren werden kann. Für Fußgänger ist kein sicherer Platz.

 Die L101 in Lüdorf in Richtung Limmringhausen: Hier gibt es keinen Geh- und Radweg, das ist auch gefährlich für Schulkinder.

Die L101 in Lüdorf in Richtung Limmringhausen: Hier gibt es keinen Geh- und Radweg, das ist auch gefährlich für Schulkinder.

Foto: Udo Teifel

Vorschlag des Lesers ist, im Zuge des geplanten Umbaus des Dorfparks innerhalb des Parks einen Rollator- und Rollstuhl-gerechten Fußweg parallel zum Friedhofweg bis zur Brücke über die Umgehungsstraße L101 anzulegen. Dies hat für ihn hohe Priorität und sollte keine hohen Kosten verursachen.

Nach Ansicht des Lesers aus Dabringhausen sollte es eine „Fahrrad- und Fußgänger-Insel“ geben. Es gibt für diese Personengruppen keine Anbindung auf ausgewiesenen und sicheren Wegen in irgendeine Himmelsrichtung – weder nach Altenberg, Hilgen, Wermelskirchen, Kürten und Hückeswagen. Alle Wege enden spätestens an der Orts-, Gemeinde- oder Landkreis-Grenze. Bemerkenswert ist aber auch nach Ansicht des Dabringhauseners, dass genau ab diesen Grenzen die Fahrrad- und Fußgänger-Wege überall ausgebaut sind.

Eine sicher wichtige Fahrradstrecke ist entlang der Landstraße 101 Richtung Altenberg: Der Fuß- und Fahrrad-Weg an L101 endet vor Lüdorf. Ab dann wird es gefährlich auch für Schulkinder. Mittelfristig ist es nach Ansicht des Lesers wichtig, dass der Fuß- und Fahrrad-Weg in einer ersten Phase bis Limmringhausen an der L101 weitergeführt wird. Ein späterer Ausbau bis Altenberg sollte in die mittelfristige Planung einbezogen werden, damit die überregionale fahrradtechnische Insellage von Dabringhausen aufgehoben wird. Die Ausweichroute über Maria in der Aue (Haus Haniel) ist nach Ansicht des Lesers keine Alternative, weil der Weg zu eng und teilweise sehr steil ist, als abgelegen und unsicher empfunden wird.

Viele Kinder und Jugendliche aus Dabringhausen gehen inzwischen in die Schulen vom zehn Kilometer entfernten Odenthal. Für manche wäre ein vorhandener Radweg an der L101 eine Alternative zum Schulbus und Elterntaxi. Zusätzlich würde eine ökologische Anbindung an die Kreisstadt Bergisch Gladbach hergestellt.

Der aktuelle Zustand der K 18 ist vor allem für Fußgänger, aber auch für Fahrradfahrer, durch die vielen Kurven und den starken Auto- und LKW-Verkehr so gefährlich, dass sie aus Sicherheitsgründen für Fußgänger und Radfahrer gesperrt werden müsste, meint der Leser. Es seien nur deshalb wenig Unfälle mit diesen beiden Personengruppen zu verzeichnen, weil sich diese Personen verständlicherweise nicht auf diese Straße wagen würden. Dies wird sich nach dem Ausbau deutlich zum Positiven ändern. Nur auf diese Weise ist die Argumentation zur Berechtigung des Ausbaus fair und wichtig, meint der Dabringhauser Leser.

Zwischen Stumpf nach Habenichts gelten die gleichen Sicherheitsaspekt wie bei der K 18. Der Ausbau sei notwendig, weil damit die Anbindung an Wermelskirchen gegeben wäre. Der weitere eher flache und bereits ausgebaute Streckenverlauf über Eipringhausen ist besser als die steile Alternative von Sonne über Finkenholl. Auch hier öffne sich nicht nur für Jugendliche eine alternative ökologische Verkehrsoption nach Wermelskirchen, wobei auch hier teilweise eine Rad-/Fußweganbindung vom Kreisverkehr Richtung Eipringhausen fehle.

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