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Wermelskirchen Extrem-Wetter auf interaktiver Karte eintragen

Wetterereignisse in Wermelskirchen : Extrem-Wetter auf interaktiver Karte eintragen

Der Rheinisch-Bergische Kreis bittet Bürger um Unterstützung für das geplante Klimaanpassungskonzept. Sie sollen Wettereignisse auf einer interaktiven Karten eintragen.

Die Jahre 2018 und 2019 sind als extreme Hitzejahre in Erinnerung geblieben. Zudem haben Starkregen-Ereignisse im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits mehrfach zu Überflutungen geführt. Mit der Erarbeitung eines neuen Klimaanpassungskonzepts und der Ergreifung präventiver Maßnahmen will der Rheinisch-Bergische Kreis die Region für die Auswirkungen solcher Klimawandel-bedingten Wetterereignisse wappnen. Vor diesem Hintergrund ruft der Kreis nun seine Bürger dazu auf, Informationen und Erfahrungen zu Hitze, Trockenheit und Starkniederschlägen in der Region zu melden. Wo ist es zum Beispiel nachts im Sommer besonders heiß? Wo flutete der letzte Starkregen den Keller? Antworten auf diese Fragen und weitere Hinweise können auf einer interaktiven Klimakarte des Kreises bis zum 25. Oktober online eingetragen werden.

„Lokale Klimaveränderungen und deren Folgen kennen natürlich besonders die Menschen vor Ort. Wir sind daher für alle Informationen sehr dankbar, da diese für die Validierung der Erkenntnisse im Projekt ‚Klimaanpassung‘ äußerst wertvoll sind“, so Elke Reichert, Umweltdezernentin des Kreises. Die eingetragenen Hinweise der Bürger sollen neben Analysen von Messwerten, Luftströmen und Wetterereignissen als Datengrundlage ausgewertet werden und mit in das Klimaanpassungskonzept einfließen.

Die kartenbasierte Klima-Umfrage ist auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises – www.rbk-direkt.de – unter dem Stichwort „Klimaanpassung“ zu finden. Auf der Kreiskarte kann der betroffene Ort ausgewählt werden und Schadensmeldungen zu Punkten wie „Belastung durch Hitze“, „Überschwemmung“ oder „Trockenstress“ eingetragen werden. Darüber hinaus können Anmerkungen und Ideen ergänzt werden, die ebenfalls im Klimaanpassungskonzept Berücksichtigung finden. Fragen zur interaktiven Klimakarte beantwortet Marcel Görtz, Projektleiter vom Amt für Infrastruktur und Regionale Projekte, unter der Telefonnummer 02202 13-2553.

Vor dem Hintergrund extremer Wetterereignisse, die auch mit dem Klimawandel zusammenhängen, besteht Handlungsbedarf. Neben Maßnahmen zum Klimaschutz muss auch die Anpassung an die derzeit schon stattfindenden Ereignisse und Situationen erfolgen. Der Rheinisch-Bergische Kreis lässt daher in Ergänzung zum bestehenden Integrierten Klimaschutzkonzept ein Teilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel erstellen. Im Rahmen des Klimaanpassungskonzepts sollen mögliche Klimawandelfolgen analysiert und auf den Rheinisch-Bergischen Kreis und seine Kommunen zugeschnittene Maßnahmen entwickelt werden. Das Konzept, welches bis zum Sommer 2021 fertiggestellt werden soll, wird als Grundlage für eine nachhaltige Klimawandelvorsorge-Strategie dienen. Dabei werden insbesondere Auswirkungen betrachtet, die sich aufgrund potenzieller Starkregen-Ereignisse ergeben, sowie weitere klimawandelbedingte Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Land- und Forstwirtschaft.

Hier geht es direkt zur kartenbasierten Online-Umfrage:
https://storymaps.arcgis.com/stories/3683d0fb472145149e780f4390b24910

(tei.-)