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Wermelskirchen: Evangelisch-Frikirchliche Gemeinde richtete Winterspielplatz ein

Initiative der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde : Ein Spielplatz für die kalten Wintertage

Einmal in der Woche verwandelt das Team der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde an der Neuschäferhöhe eine Etage ihres Gemeindezentrums in einen Winterspielplatz. Die Resonanz ist riesig.

Ella ist auf Rutschsocken unterwegs. Die Zweijährige strahlt über das ganze Gesicht, grüßt freundlich und ist dann auch schon wieder im Getümmel verschwunden. Schließlich gibt es viel zu viel zu erleben, als dass sie sich lange mit Erwachsenen aufhalten könnte. Ella klettert gut gelaunt auf das Trampolin und beginnt zu hüpfen. Danach stehen Bällebad und Autoteppich, ein Bobbycarrennen auf dem Flur und zwischendurch ein ausgiebiges Frühstück auf dem Programm. Von Langeweile keine Spur.

Denn einmal in der Woche verwandelt ein engagiertes Team um Kirsten Robl die untere Etage des Gemeindezentrums der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde an der Neuschäferhöhe in einen Winterspielplatz. „Wir wollen eine familienfreundliche Gemeinde sein“, sagt Kirsten Robl, „und wir wollen Eltern und Kindern Begegnungen ermöglichen und Raum zum Spielen geben.“ Weil der vor allem im Winter, wenn es auf den Spielplätzen der Stadt ungemütlich wird, knapp wird, hat die freikirchliche Gemeinde den Spielplatz einfach ins Warme verlegt.

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Mindestens bis Februar wird das Angebot, das sich an Babys, Kleinkinder und Kindergartenkinder mit ihren Eltern richtet, bestehen. Die Resonanz ist überwältigend. Zwischen 40 und 60 Mütter und Väter kommen jede Woche mit ihren Kindern ins Gemeindezentrum und nutzen die Möglichkeit zum Gespräch und zur Begegnung.

Auch Tagesmütter schauen mit ihrer Truppe vorbei und freuen sich über die Spielmöglichkeiten im Warmen.

„Als meine Kinder noch klein waren, habe ich solche Angebote selbst gesucht und wahrgenommen“, sagt Kirsten Robl. Deswegen wisse sie um den Bedarf. Und deswegen rief sie vor zwei Jahren das besondere Programm ins Leben. Für viele Mütter und Väter bewährt sich vor allem die Flexibilität, die der Winterspielplatz ermöglicht: Jeder komme, wann er mag und es schafft, sagt Kirsten Robl. Zwei Stunden lang bleiben die Türen am Gemeindezentrum weit geöffnet. Eltern und Kinder kommen und gehen, wie es ihnen passt.

„Weil wir wissen, dass Eltern oft keine Gelegenheit für ein schönes, ausgiebiges Frühstück haben, wollen wir ihnen diese Chance geben“, sagt Kirsten Robl. Deswegen zaubert das engagierte Team: Jeden Mittwochmorgen decken die Ehrenamtlichen das große Frühstücksbuffet. „Heute waren die Brötchen sogar noch warm“, sagt Robl lachend. Dazu gibt es Croissants und Saft, eine ganze Tafel voller Köstlichkeiten für kleine und große Genießer und gedeckte Tische.

„Unsere Botschaft an die Mütter und Väter ist klar: Wir wollen dich heute einladen, alles ist fertig, der Tisch ist gedeckt“, erklären die Teammitglieder. Hinzu kommt: Auch das Aufräumen erledigen die Ehrenamtlichen. Und das bedeutet für die Eltern: Krümel dürfen liegen gelassen werden, um den umgeworfene Becher kümmert sich heute mal jemand anders und helfende Hände sind immer in der Nähe. Das nehmen die Gäste gerne in Anspruch.

„Viele der Besucher des Winterspielplatzes kennen wir gar nicht aus dem Gemeindeleben“, sagt Kirsten Robl, „wir freuen uns sehr, dass auch sie den Weg über die Schwelle hier finden.“ Und weil der Winterspielplatz ohnehin auf den Termin des bestehenden Spielkreises „Zwergentreff“ gelegt worden ist, haben Eltern auch nach Ende des Aktionszeitraums die Möglichkeit, sich mittwochmorgens im Gemeindezentrum zu treffen.