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Wermelskirchen: Entwurfsplanung für den Hüpp-Park

Mehrheitlicher Beschluss im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr : Entwurfsplanung für den Hüpp-Park

Das Büro „urbanegestalt“ soll nun als Sieger des Juryentscheids weiter arbeiten. Eine Beteiligung der Bürger wird erfolgen – das fordern die Förderrichtlinien und darauf drängt Sozialdemokrat Jochen Bilstein.

Die Stadtverwaltung wird das Büro „urbanegestalt PartGmbH“ mit der Erstellung einer Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Hüppparks/Hüpptals beauftragen. Dafür holte sich die Verwaltung das grüne Licht vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr (StuV), der bei einer Gegenstimme (AfD) für das Vorgehen votierte. Die im Zuge des Interkommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzepts (IHEK) angestrebte Umgestaltung des Parks im Hüpptal nebst Hallenbad-Umfeld geht damit einen weiteren Schritt, nachdem sich eine Jury aus Politik und Verwaltung einstimmig aus drei Vorentwürfen für den von „urbanegestalt“ entschieden hatte (wir berichteten). Der Entscheidung vorausgegangen war auf der jüngsten StuV-Sitzung eine Diskussion zwischen Kommunalpolitik und Verwaltungsvertretern.

Der Grund: Allen voran Jochen Bilstein, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, drängte auf eine Beteiligung der Bürger: „Uns hat bei der Entscheidung rund um das Eifgental eine frühzeitige Beteiligung der Bürger gefehlt. Diese sollte erst erfolgen, bevor Beschlüsse gefasst werden.“ Beim Hüpp-Park ginge es nun immerhin um Stufe III der Entwicklung.

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„Das ist ein berechtigter Einwand“, konstatierte der Technische Beigeordnete Thomas Marner und hielt entgegen: „Das ist aber ein formelles Verfahren eines Förderprojektes. Es gilt jetzt, dem Jurybeschluss beizutreten und dann die Öffentlichkeit einzubinden.“ Sinn der Jury sei schließlich gewesen, einen Vorentwurf zu bestätigen – die beiden anderen Nicht-Sieger-Entwürfe seien nicht öffentlich. Marner weiter: „Wir beschließen jetzt die Beauftragung der Entwurfsplanung. Sollte es danach andere Ideen geben, die darin eingearbeitet werden sollen, werden diese berücksichtigt, wenn der Ausschuss und der Stadtrat das entsprechend beschließen.“

Die Ideen zur Gestaltung des Hüpptals stellt „urbanegestalt“ unter den Titel „Ein Park für Alle“. Im Rahmen des IHEK gehören zur Umsetzung zusätzlich ein Konzept zur Verkehrsanbindung im Bereich der südlichen Innenstadt Wermelskirchens und die noch nicht endgültig gelöste Frage nach einem Hallenbad-Neubau.

Realistisch kann eine Bürgerbeteiligung Ende diesen oder Anfang des kommenden Jahres erfolgen, lautete der Tenor auf der StuV-Sitzung. „Von mir aus lieber eher“, stellte Thomas Marner fest. Der Antrag auf Fördergelder für die Hüpptal-Umgestaltung müsse bis zum 30. September 2022 eingereicht sein. Obendrein gehöre eine erfolgte Beteiligung der Öffentlichkeit, die Ideen und Anregungen zum Vorschlag beisteuern können, zu den zwingenden Bedingungen der Förderung. Mit dem Vermerk zur Durchführung einer Bürgerinformation verabschiedeten die StuV-Mitglieder die von der Verwaltung vorgelegte Verfahrensweise.