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Wermelskirchen: Engagement gegen Lärm – Bürgerin erhält Drohbrief

In Wermelskirchen : Engagement gegen Lärm – Bürgerin erhält Drohbrief

Ein unbekannter Briefeschreiber droht einer Frau aus Halzenberg damit, dass ihr Eintreten gegen den Motorradlärm „nicht unbedingt dem eigenen Wohlbefinden“ diene. Sie hat Anzeige erstattet.

Damit hatte die Halzenbergerin nicht gerechnet, als sie bei einem Ortstermin in ihrer Hofschaft an der L 409 mit dem Landrat in eine laufende Kamera sprach und sich kritisch zum Motorradlärm äußerte. Jüngst nämlich fand sie einen Brief in ihrem Briefkasten, der ihr die Sprache verschlug: „Darin wird meiner Familie und mir ganz deutlich gedroht“, sagte die Frau, die ihren Namen öffentlich nicht nennen möchte, die aber der Redaktion bekannt ist.

„Sie sollten sich auch mal Gedanken machen, dass solche dummen Auftritte nicht unbedingt dem eigenen Wohlbefinden dienen. Hören Sie mit ihrem unqualifizierten Geschwafel auf“: Unverhohlener kann eine Drohung nicht sein. Das empfindet die Frau auch und überlegt, ob sie Maßnahmen einleiten soll, um ihre Familie zu schützen. Der Briefeschreiber – abgestempelt wurde der Brief in Suhl – wirft ihr vor, dass „Sie sich vehement gegen Motorradfahrer engagiert und versucht, diese zu verunglimpfen“.

„Ich war geschockt“, so die Frau. „Das ging ganz klar unter die Gürtellinie.“ Sie habe nichts gegen Kritik, aber das müsse offen geschehen und nicht in dieser anonymen Art und Weise. Sie hat inzwischen bei der Polizei Anzeige erstattet; auch die Stadt wurde darüber informiert. Die hat laut der Halzenbergerin bereits die Gruppe „Silent rider“ sowie den Bund der Motorradfahrer über den Drohbrief informiert.

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Ob ein Motorradfahrer diesen geschrieben hat, ist unklar, könnte aber durchaus möglich sein: Der Briefeschreiber formuliert, dass er kein Motorradfahrer sei, eingangs jedoch spricht er jedoch im Bezug auf Motorradfahren von „wir“.