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Wermelskirchen: Eiscafé „Cordella“ öffnet am Dienstag die Außenterrasse

Italienisches Flair in Wermelskirchen : Eiscafé „Cordella“ öffnet am Dienstag

Wochenlang konnte „Cordella“ Besitzer Giorgio Barazzuol sein Eis nicht draußen servieren. Das ändert sich jetzt mit der neuen Außenterrasse des Eiscafés auf der Telegrafenstraße, die am Dienstag eröffnet wird.

Die Blumen sind bestellt, die Poller stehen – jetzt muss „Cordella“-Inhaber Giorgio Barazzuol nur noch die Möbel für seine neue Außenterrasse abholen, die auf einer Tiefe von 1,70 Meter auf die Telegrafenstraße aufgebaut werden. „Die habe ich in Italien bestellt und hole sie in diesen Tagen vor Ort ab, damit wir am Montag alles vorbereiten können“, sagt er glücklich. Sein Vater kommt mit, um ihm beim Aufbau zu helfen.

Wochenlang hat er die Ausweitung seines Cafés auf der Straße geplant, alle notwendigen Feinheiten mit der Verwaltung geklärt. „Die Poller, die zum Schutz der Gäste in die Straße eingelassen werden musste, habe ich von der Stadt bekommen“, sagt er. Den Einbau zahlt er selbst.

Was er schon jetzt feststellen kann: „Die Autos fahren definitiv langsamer vorbei, weil die Poller schon von weitem sichtbar sind“, sagt Barazzuol. Außerdem zeigt eine weiße Begrenzungslinie an, bis zu welcher Stelle er Montag acht neue Tische mit jeweils zwei 1,20 Meter breiten Bänken aufbauen kann. Zwischen den Vierer-Tischen sorgen eigens angefertigte Plexiglas-Wände für den notwendigen Corona-Schutz der Gäste. Blumenkübel grenzen den Sitzbereich zusätzlich zur Telegrafenstraße ab. Blumen und sogar die Erde für die Kübel hat der Eisdielen-Besitzer bereits besorgt, um für die große Wiedereröffnung seines Cafés am Dienstag alles parat zu haben. „Dann können wir endlich wieder von 10 bis 21.30 Uhr öffnen und draußen Eisbecher servieren“, sagt Barazzuol erleichtert.

Neben den neuen Sitzecken auf der Straße stellt er auch Zweiertische vor dem Laden auf. „Das klappt dann mit dem Mindestabstand, den ich auf dem Bürgersteig einhalten muss.“ Die Planung für die neue Außenterrasse hat er selbst mit einem speziellen Computerprogramm entwickelt, Ende Juni stimmte nach der Verwaltung auch der Ältestenrat dem Vorschlag zu, den Außenbereich erweitern zu dürfen.

Für Giorgio Barazzuol, der sein Eis durch die Corona-Krise monatelang nur zum Abholen am Fenster des Ladens verkaufen konnte, ein Segen, für den er auch gerne investiert: 18.000 Euro hat ihn die Erweiterung gekostet, „wenn ich auch die Blumenerde mitrechne“, verrät er. Für ihn ist es aber eine Investition in die Zukunft: Denn: „Ich möchte künftig jedes Jahr zur Saison die Terrasse auf der Telegrafenstraße aufbauen“, sagt er. „Die Poller können wir im Winter entfernen und es gibt spezielle Kappen, damit alles ebenerdig ist und notfalls auch ein Schneepflug durchkommt, aber auf Dauer plane ich natürlich mit den zusätzlichen Plätzen.“