Wermelskirchen: Eine Auszeit für die Jüngsten und ihre Eltern

Familienzentrum Sankt Michael : Eine Auszeit für die Jüngsten

Das Familienzentrum bot ein abwechslungsreiches Familienprogramm an.

Noelani lässt es sich schmecken. Genüsslich ver-drückt die Achtjährige ein Waffelherz und linst dann strahlend auf das Nächste. Dazu löffelt sie den bunten Obstsalat auf ihrem Teller. „Da sind Ananas und Bananen drin“, verkündet sie, „Heidelbeeren und Äpfel und auch ein paar Nektarinen“. Noelani weiß das deshalb so genau, weil sie mitgeholfen hat, als es darum ging, das Obst für die süße Nachspeise zu zerkleinern. „Wir haben geschnibbelt“, verkündet dann auch ihre Freundin Bolor, „das hat Spaß gemacht.“

Umso verdienter ist nun der süße Lohn für die beiden Mädels. Vor fünf Wochen sind die Mädchen das letzte Mal in die Schule gegangen. „Und wir freuen uns jetzt schon wieder auf den Schulanfang“, sagt Noelani. Während sie Langeweile in den Ferien allerdings nicht kennt, gibt Freundin Bolor zu: „Manchmal weiß ich jetzt nicht mehr, was ich noch machen soll.“ Und deswegen kommt ihr die Einladung des Familienzentrums sehr gelegen. Nikola Brinkmann und ihr Team haben Eltern und Kindern zur „Auszeit“ eingeladen – Mitten in den Ferien. „Alle machen Pause“, sagt sie und denkt nicht nur an die Schulen, sondern auch an viele Vereine. Aber nach fünf Wochen seien viele Familien zurück aus dem Urlaub. „Und es gibt ja auch andere, die in den Sommerferien gar nicht verreisen“, sagt Nikola Brinkmann. Und deswegen sei es dem Familienzentrum wichtig gewesen, auch in den Ferien ein Angebot für Familien zu schaffen. Die kleinen Kinder sind genauso eingeladen wie die großen. Aber am Samstag zeigt sich: Vor allem die Jüngsten und ihre Eltern nehmen das Angebot des Familienzentrums gerne wahr.

Die Jüngste in dem bunten Reigen hat gerade ihren ersten Geburtstag gefeiert, Noelani ist mit ihren acht Jahren die Älteste. Eine Altersspanne von sieben Jahren, die das bunte Nachmittagsprogramm aber spielend überwindet. Nach Obstsalat und Waffeln können die Kinder kreativ werden, Geschichten lauschen und sich austoben. „Das ist auch ein Vorteil unseres großen Gemeindehauses“, sagt Nikola Brinkmann, „auch bei schlechtem Wetter können die Kinder hier rum-laufen und spielen.“

Die Gelegenheit nutzen die kleinen Besucher gerne: Sie kneten und malen, freuen sich über die Spielmöglichkeiten und lauschen der Geschichte von Nikola Brinkmann. Und noch etwas Gutes hat dieser Nachmittag in Sankt Michael: „Einige Familien haben so zum ersten Mal zu uns gefunden“, hat Nikola Brinkmann beobachtet, „darüber freuen wir uns sehr.“ Schließlich stehen die Türen ausdrücklich allen offen.

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