Wermelskirchen Ein perfektes Nest für die Kleinsten

Tag der Architektur in Wermelskirchen : Ein perfektes Nest für die Kleinsten

„Räume prägen“ – unter diesem Motto findet der alljährliche Tag der Architektur am kommenden Wochenende statt. In diesem Jahr auch wieder in Wermelskirchen. Das Architekturbüro „Pell Architekten“ aus Köln stellen dabei den Anbau der Kita Bussardweg vor.

Dieser Tag der Architektur ist wieder eine gute Gelegenheit für Planende, Bauherren und die interessierte Öffentlichkeit, über Baukultur ins Gespräch zu kommen, heißt in einer Pressemitteilung der Bundesarchitektenkammer.

Die Architektin Mirjam Pell hatte den Neubau in Holzbauweise entworfen. Dort haben heute eine U3- Gruppe mit zwölf Kindern und ihren Erzieherinnen ihren täglichen Anlaufpunkt. Ein schräges Dach, eine Holzfassade und große Fensterfronten definieren den Baukörper nach außen, innen ermöglicht eine intelligente Raumaufteilung eine flexible und optimale Nutzung.

Die Außenfassade ist komplett aus Holz. Foto: Constantin Meyer

Für die Architektin war es wichtig, die bestehende Kita, untergebracht in einem historischen Gebäude, um einen freistehenden Neubau zu erweitern und dies als harmonische Einheit zu entwickeln. Der neue, klare und geschlossene Baukörper besitzt durch eine schräge Glasfassade und eine doppelt gekippte Dachfläche eine interessante Geometrie. Errichtet wurde der eingeschossige Bau als Holzbaukonstruktion auf einer massiven Bodenplatte. Die Stützen der Holzkonstruktion bilden dabei gleichzeitig auch die inneren Raumkanten: Ein großzügiger Eingangsbereich mit Windfang, Garderobe und Spielflur, von dem die Sanitäranlagen, Küche, Schlafraum, Gruppenraum und Gruppen_Nebenraum abgehen.

Das schräge Dach hat seinen niedrigsten Punkt an der Gebäudeecke, an der die Haustechnik untergebracht ist – und steigt zum Gruppenraum hin an, so dass sich der Baukörper zu den bodentief verglasten Seiten hin zusätzlich aufweitet.

Die Fassade wurde konsequent mit Holz verkleidet; der Werkstoff Holz ist auch im Inneren zu finden – wo  die Deckenkonstruktion sichtbar ist und  dem Raum eine warme Ausstrahlung gibt.

Das Neubau-Projekt startete für das Kölner Büro im März 2016; Fertigstellung sollte im Oktober 2017 sein. Dass dann doch erst Oktober 2018 daraus wurde, lag nicht an den Architekten, sondern an den Handwerkern: Einer setzte eine Schraube in eine Wasserleitung, die dann – unbemerkt – das Gebäude flutete. Das Wasser zog ins Holz und in die Dämmung, so dass über ein Jahr saniert werden musste.

Zwei Architekten der Firma „Pell Architekten“ werden am Tag der Architektur das Dabringhausener Objekt  Bussardweg 2 vorstellen. Am Sonntag, 30. Juni, 11 bis 15 Uhr, sind sie vor Ort und freuen sich auf gute Gespräche mit interessierten Bürgern.

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