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Wermelskirchen: Eigentümer und Mieter müssen Laub kehren

Herbst in Wermelskirchen : Eigentümer und Mieter müssen Laub kehren

Es ist eine lästige Pflicht und dennoch muss sie jedes Jahr wieder getan werden. Der Gehweg vor dem eigenen Grundstück muss von Laub befreit werden. Doch wer ist dafür verantwortlich? Und wohin mit dem ganzen Laub?

Es sieht schön aus jedes Jahr im Herbst, wenn sich die Blätter bunt färben. Doch am Boden können sie bei Nässe schnell zu einer Gefahr für Fußgänger und Radfahrer werden. Das Laub muss deshalb entfernt werden. Aber wer ist für welche Wege verantwortlich? Muss ich sofort kehren, sobald Laub auf den Gehweg fällt? Und wohin mit den ganzen Blättern?

„In der Straßenreinigungssatzung überträgt die Stadt den Eigentümern die Pflicht, die Gehwege sauber zu halten“, sagt Betriebshofleiter Volker Niemz. Per Mietvertrag können die Eigentümer die Kehr-Pflicht jedoch auf ihre Mieter übertragen. Gehwege müssen allerdings nicht rund um die Uhr von Laub befreit werden. „Zu welchen Uhrzeiten oder in welchen Abständen der Eigentümer oder Mieter den Gehweg kehren muss, dazu gibt es keine genauen Vorschriften mehr“, sagt Volker Niemz. Im Grunde gilt, dass der Eigentümer oder Mieter kehren muss, sobald er bemerkt, dass sich Laub auf dem Weg ansammelt – allerspätestens, wenn sich eine geschlossene Laubdecke gebildet hat, sollte er sich den Besen schnappen. Bei Rutschgefahr nach frostigen Nächten oder bei Regen muss sofort gekehrt werden.

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Aber was ist, wenn ich nicht zuhause bin? „Fährt ein Eigentümer oder Mieter im Urlaub, muss er sicherstellen, dass auch in dieser Zeit das Laub im Urlaub entfernt wird“, so der Betriebshofleiter.

An öffentlichen Gebäuden oder Stellen, an denen „der Laubfall höher als ortsüblich ist“, stellt die Stadt im Herbst Laubkörbe auf. „Zum Beispiel an Schulen, damit die Hausmeister das Laub dort einfach entsorgen können“, sagt Niemz. Nicht gedacht seien die Körbe für Privatleute. Immer dienstags, donnerstags und samstags kann das gesammelte Laub aber zum Wertstoffhof in der Albert-Einstein-Straße gebracht werden – kostenlos „Jeder kann sein Laub dort abgeben, es zählt als Grünschnitt“, sagt Volker Niemz.

Wer seiner Pflicht indes nicht nachkommt und das Laub auf dem Gehweg nicht entfernt, muss erst mit einer Ermahnung und im schlimmsten Fall mit einem Bußgeld rechnen. „Für die Überwachung und die Ahnung von Verstößen ist das Ordnungsamt zuständig“, sagt Volker Niemz.

In der Stadt sind von Ende Oktober bis in den Winter täglich rund sieben Mitarbeiter des Betriebshofs für die Reinigung der Straßen von Laub im Einsatz.