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Wermelskirchen: Ehrung bei der Feuerwehr - Silberne Ehrennadel für Uli Puschinski

Feuerwehr Wermelskirchen : Silberne Ehrennadel für Uli Puschinski

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr sieht den Wermelskirchener Jugendfeuerwehrwart als Kandidaten für das Amt des Kreis-Jugendfeuerwehrwartes. Außerdem ging es am Freitag um Investitionen in neue Gerätehäuser.

Uli Puschinski verweist gerne auf seine Helfer und Mitstreiter: „Ich mache das nicht alleine.“ Dennoch ist klar: Der Erfolg der Jugendfeuerwehr in Wermelskirchen in den vergangenen zehn Jahren ist eng mit dem Namen Uli Puschinski als Stadtjugendfeuerwehrwart verbunden. Aktuell zählen 41 Aktive zur Jugendfeuerwehr, zuletzt belegten die Wermelskirchener Nachwuchsbrandbekämpfer bei einem kreisweiten Wettbewerb den zweiten Platz. Vor noch rund zehn Jahren stand die Jugendfeuerwehr in Wermelskirchen mangels Interesse kurz vor der Auflösung. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr am Freitag überreichte Kreisbrandbrandmeister Wolfgang Weiden nun die Ehrennadel in Silber des Jugendfeuerwehrverbandes Nordrhein-Westfalen an Uli Puschinski. Den Vorschlag, diese Auszeichnung vorzunehmen, hatte die Wermelskirchener Jugendfeuerwehr höchstselbst an die Entscheidungsträger in der Kreushauptstadt Bergisch Gladbach herangetragen.

Laute „Uli“-Rufe schallten durch den Saal im Evangelischen Gemeindehaus Hünger, wohin die Feuerwehr aufgrund des Wasserschadens im Bürgerzentrum auswich, als Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden ankündigte, dass ab Jahresende ein Kreis-Jugendfeuerwehrwart gesucht wird. Der Chef der Sankt Florians-Jünger auf Kreisebene kommentierte diese Ausrufe der Feuerwehrleute nicht – sein Lächeln ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass ihm Puschinski als neuer Kreis-Jugendfeuerwehrwart durchaus gefällt.

Dann wandte sich Kreisbrandmeister Weiden an Bürgermeister Rainer Bleek und den ersten Beigeordneten Stefan Görnert, die beide bei der Jahreshauptversammlung zu Gast waren: „Die Vergrößerung an der Feuerwache Vorm Eickerberg ist gut gelöst. Aber das war schon für 2015 zugesagt und schon vor zehn Jahren gefordert.“ In Bergisch Gladbach sei es gelungen, innerhalb von nur einem Jahr eine neue Leitstelle zu installieren. Seine Rede verband Wolfgang Weiden mit einem Appell an die Brandbekämpfer: „Es gibt gute Gründe zur Unzufriedenheit, aber keine, um die Aufgabe hinzuwerfen. Dafür ist unser Dienst zu wichtig und zu schön.“

In seinem Grußwort gestand Bürgermeister Rainer Bleek ein: „Manches hätte ich auch gerne schneller umgesetzt, aber in Deutschland ist alles genau geregelt und das müssen wir Stück für Stück abarbeiten.“ Speziell für den Neubau des Gerätehauses in Dabringhausen seien nunmehr neben den Architekten auch die Fachplaner beauftragt. „Aussagen zu anderen Gerätehäusern kann ich jetzt nicht treffen“, gab Bleek unumwunden zu: „Aufgrund geänderter Anforderungen muss die Stadt Wermelskirchen eine kleinräumigere Analyse aufstellen, was eventuell zur Änderung der bisheriger Maßnahmenplanung zwingt.“ Sicher sei schon jetzt, dass die Stadt in die veralteten Gerätehäuser investieren oder diese sogar neu bauen müsse.“ Bleek betonte, dass sich die Personalkosten für die Feuerwehr von 1,3 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 2,5 Millionen Euro im Jahr 2017 erhöht hätten. Zwischen 2011 und 2015 habe die Stadt 550.000 Euro in die Feuerwehr investiert, in 2016 und 2017 waren es 1,5 Millionen Euro. „Dieses Geld ist hauptsächlich in den Fuhrpark geflossen und die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen steht auch weiterhin im Fokus“, kündigte Wermelskirchens erster Bürger an. Obendrein bekämen alle Feuerwehrleute im Laufe des Juni eine komplett neue Schutzkleidung, was immerhin mit 200.000 Euro zu Buche schlage.