Wermelskirchen: DRK-Team behandelt auf Kirmes Wespenstiche und Schnittverletzungen

Das DRK behandelte allein an einem Nachmittag fünf Stiche : Wespenplage auf Kirmes – DRK-Team behandelt Stiche

Allein an einem Nachmittag musste die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes fünf Stiche behandeln. Dazu erinnern die Ersthelfer und Sanitäter daran, bei den sommerlichen Temperaturen reichlich Wasser zu trinken.

Die warmen Temperaturen und die Jahreszeit bringen es zwangsläufig mit sich: Genauso wie auf der heimischen Terrasse sind die zur Zeit in großer Menge ausschwärmenden Wespen auch auf der Kirmes eine lästige Plage. Angelockt vom Duft von Gegrilltem, Süßigkeiten, Eis und Limonaden schwirren die schwarz-gelben Insekten unzählig um Essensstände, Mülleimer und diejenigen, die sich gerade eine der vielen Leckereien „auf die Hand“ haben geben lassen. Allein im Laufe eines Kirmesnachmittags musste die Sanitäter und Ersthelfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) fünf Wespenstiche behandeln.

„Die Wespen sind im Moment tatsächlich penetrant unterwegs. Das löst wohl das gute Wetter nach einer längeren regnerischen Phase aus“, stellt Bernd Koebke, Bereitschaftsleiter des Wermelskirchener DRK-Ortsverbandes, fest: „Die Kirmes ist für die Tiere natürlich ein Paradies.“ Unter den Wespenstichen, die Koebke und seine Mitstreiter behandelten, waren für die Betroffenen unangenehme Fälle wie Stiche direkt über dem Auge, in die Lippe oder in die Zunge. Das Wichtigste sei schnelles Kühlen, um die Schwellung möglichst gering zu halten. „Dafür haben wir spezielle Kühlpacks. Die enthalten zwei Komponenten – drauf drücken und dann kühlen sie für eine Zeit. Anschließend können die Leute die Packs in den Müll werfen“, beschreibt Koebke. Einer Dame mit einem Stich in die Lippe, hätten sie obendrein geraten, einfach ein Eis zu essen – „das hilft auch schon“. Die Nachfrage, ob eine Allergie gegen Insektenstiche vorläge, sei für die DRK-Aktiven selbstverständlich, betont Bernd Koebke: „Ist das der Fall, muss ein Arzt hinzu gezogen werden.“

Angesichts der sommerlichen Temperaturen sollten Kirmesbesucher viel trinken – „Wasser“, sagt Koebke mit einem Lachen. Gerade ältere Menschen könnten bei dem Wetter Kreislaufprobleme bekommen. „Wenn die hier bei uns im Zelt dann gegen 17 Uhr erzählen, sie hätten doch im Laufe des Tages schon drei Gläser Wasser getrunken, ist das schlicht zu wenig“, erläutert Bernd Koebke. Er spricht aber von einem ansonsten „völlig normalen“ Verlauf der Kirmes aus Sicht des DRK spricht. Abgesehen von der außergewöhnlichen Wespenlage habe es keine besonderen Fälle für das DRK gegeben: „Eine in den Fuß getretene Glasscherbe ist für uns normal“, so Koebke. Leichtes, sommerliches Schuhwerk begünstige derartige Vorfälle.

Das DRK ist an allen Kirmestagen mit je 15 Einsatzkräften vor Ort. Am Schwanenplatz neben dem Riesenrad auf der Jahnstraße und am Loches-Platz auf dem Brückenweg haben die Helfer mit Zelten Einsatzstationen aufgebaut. Von dort starten die DRK-Kräfte regelmäßige Patrouillengänge über Kirmes und Krammarkt.

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