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Wermelskirchen: Dreslersche Halle weicht im Juni 82 Dauerparkplätzen

82 Stellplätze für Dauerparker werden angelegt : Abriss der Dreslerschen Fabrik steht bevor– 82 neue Parkplätze geplant

Ein alter Industriestandort ist bald Geschichte: Die Dreslersche Halle an der B 51 gegenüber der „Tafel“ wird in der ersten Juniwoche abgerissen. „Damit sind wir im Zeitplan“, sagt Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, auf Nachfrage dieser Redaktion.

Denn der Abbruch der alten Halle ist terminlich mit zwei weiteren Projekten verzahnt: Auf dem Areal der Industriebrache wird der „Ersatz-Parkplatz“ für Stellplätze angelegt, die für das Bauprojekt auf dem Loches-Platz weichen. 82 gebührenfreie Dauerparkplätze sollen auf dem Grundstück im Bereich Feuerwache, Tafel und AJZ Bahndamm im Sommer angelegt werden. Die Ersatzparkfläche hatte die Politik Ende 2017 nach längerer Diskussion beschlossen. Der Loches-Platz soll nach der Kirmes gesperrt werden, also Anfang September. Im Herbst plane der Investor den Baubeginn geplant. Wann genau, sei offen, betonte Marner.

Manche Bürger zweifeln zwar daran, dass sich auf dem Loches-Platz überhaupt etwas bewegen wird, weil schon so lange über die Neugestaltung diskutiert wurde. Aber noch nie war das Projekt so nah an der Realisierung. Das Grundstück ist verkauft, der Investor leistet notwendige Vorarbeiten wie Gutachten, damit der sogenannte vorhabenbezogene Bebauungsplan rechtskräftig wird. Der eigentliche Baustart für das geplante neue Gebäude sei voraussichtlich 2020, Fertigstellung 2022. Im Vorfeld sollen aber vorbereitende Arbeiten laufen, hatte André Held, einer der Geschäftsführer der Grundbesitz GmbH der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, der Investor, die Zeitschiene im ersten Quartal dieses Jahres skizziert.

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Für Außenstehende wirkten auch die Arbeiten an der alten Halle langwierig. Aber vor dem Abriss mussten einige schadstoffbelastete Teile entfernt und entsorgt werden. 2018 waren Probenentnahmen aus dem Gebäude untersucht worden. Im Außenputz war Asbest entdeckt worden. Auch im Fensterkitt  wurden Asbest und zusätzlich PCB nachgewiesen. In der Dacheindeckung, in der Teerpappe, steckte PAK – chemische Verbindungen, die als gesundheitsschädlich eingestuft sind.