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Wermelskirchen Drei Männer pöbeln und beleidigen Polizeibeamte

Relativ ruhiger Jahreswechsel in Wermelskirchen : Drei Männer pöbeln und beleidigen Polizeibeamte

Ruhestörung um 3.20 Uhr auf der Balkantrasse: Polizei greift ein. Feuerwehr und Rettungsdienst erleben eine ruhige erste Nacht im neuen Jahr. Wasserschaden in Notunterkunft am Silvesterabend sorgt für letzten Einsatz in 2020.

Für die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis verlief der Jahreswechsel insgesamt sehr ruhig: Streifenwagen-Besatzungen rückten zwischen 18 Uhr am Silvesterabend und 6 Uhr am Neujahrstag zu 47 Einsätzen aus. In den vergangenen Jahren lag die Einsatzzahl immer bei rund 90 Einsätzen, so Polizeisprecher Christian Tholl. In Wermelskirchen gab es dann aber den Ausreißer: Eine Gruppe von Männern feierte lautstark gegen 3.20 Uhr auf der Balkantrasse gegenüber der Straßen im Belten.

Als die alarmierten Polizisten auf die alkoholisierten Wermelskirchenern (27, 37, 37 Jahre) trafen, waren diese uneinsichtig und aggressiv und beleidigten die Beamten unter anderem als „Hurensohn“, „Pussy“ und „Schwanzlutscher“. Zwei von ihnen filmten verbotenerweise die Polizisten, so dass ihre Mobiltelefone anschließend beschlagnahmt wurden. Gegen die drei wurden Platzverweise ausgesprochen und Anzeigen wegen Beleidigung, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung geschrieben. Einer von ihnen saß bereits im Streifenwagen, bereit für die Fahrt in die Ausnüchterungszelle. Aber er beruhigte sich laut Polizeisprecher, so dass er mit seinen Kumpels nach Hause gehen durfte.

Neben dieser Ruhestörung gab es 16 weitere im Kreisgebiet. In Wermelskirchen gab es insgesamt fünf Einsätze, im Vorjahr waren es zehn. Insgesamt wurden von der Polizei in dieser besonderen Silvesternacht gegen 24 Personen Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung geschrieben, wobei es sich zumeist um größere Personengruppen handelte. In der für Wermelskirchen zuständigen Wache Burscheid waren es sechs Anzeigen.

 Für Feuerwehr und Rettungsdienst verlief der Jahreswechsel ruhig: Feuerwehrleute und Sanitäter der Wermelskirchener Wache hatten nach Mitternacht keinen Einsatz mehr. Am späten Silvesterabend rückte die Feuerwehr nach Stumpf aus, wo eine Person randalierte und dabei eine Wasserarmatur zerstörte. Die Folge: Es floss unkontrolliert Wasser in den Raum. Die Feuerwehr stellte den Hauptzähler ab. Damit hatten auch die übrigen Bewohner der städtischen Notunterkunft kein Wasser mehr für die Nacht. Laut Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann wurde am Neujahrstag der Hausmeister informiert, der überprüfte, ob es reparabel ist.

Ansonsten war es laut Feldmann im Stadtgebiet ruhig. „Wir hatten eine Rufbereitschaft, die aber von der Polizei nicht in Anspruch genommen wurde.“ In Wermelskirchen sei es zum Jahreswechsel überhaupt ruhig gewesen: „Wir hatten 2019/2020 vier Einsätze wegen Ruhestörung. Das ist schon wenig“, so Feldmann.

Aufgefallen war, dass im Musikerviertel und im Bereich Neuschäferhöhe viel Feuerwerk aufstieg. Ansonst war die Stadt am Neujahrsmorgen fast sauber – im Vergleich zu den Vorjahren.