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Wermelskirchen: Die Einkaufswagenpflicht gilt für alle

Besorgter Bürger aus Wermelskirchen fragt nach : Die Einkaufswagenpflicht gilt für alle

Ein besorgter Bürger meldete sich bei der Bergischen Morgenpost, weil er im Rewe Streit mit einer Mitarbeiterin bekam. Sie hatte sich zum Einkaufen keinen Einkaufswagen genommen. Der Wermelskirchener hatte Klärungsbedarf.

Für seinen Wocheneinkauf im Wermelskirchener Rewe hatte Harry Just natürlich vor der Tür auf einen Einkaufswagen gewartet. Dass er diesen mit in den Markt nehmen muss, leuchtet ihm auch ein. Schließlich sei dieser Einkaufswagen gleichzeitig ein Abstandshalter. Erstaunt war er deshalb, als er in der Schlange vor der Kasse eine Rewe-Mitarbeiterin traf, die ihre Einkäufe nur in Beutel gestopft hatte und damit zum Bezahlen ging.

„Ich habe sie gefragt, ob sie keinen Wagen haben müsste“, erzählt er. Die Antwort verblüffte ihn noch mehr: Diese Regelung würde für sie nicht gelten. Sie habe schließlich den ganzen Tag im Markt gearbeitet und dann müsse sie nicht nach Feierabend rausgehen und sich einen Wagen holen, erinnert sich Harry Just an die patzige Erklärung.

Der Marktleiter, den er daraufhin rufen lassen wollte, um die Angelegenheit direkt vor Ort zu klären, sei aber nicht im Haus gewesen. „Ich fand die Reaktion der Mitarbeiterin nicht sehr freundlich“, sagt Harry Just. „Und außerdem interessiert es mich, ob die Regeln wirklich nicht für alle gelten.“

Dass Einkaufswagen benutzt werden müssen, wenn jemand im Rewe einkaufen möchte, ist eine unmissverständliche Regel. „Und da ist es egal, ob es Mitarbeiter oder Kunden sind“, stellt Rewe-Martktleiter Stefan Friederichs auf Anfrage dieser Redaktion klar. Ihm ist der Vorfall im Markt bekannt. Aber er beeilt sich zu erklären: „Das war ein großes Missverständnis und unsere Mitarbeiterin hat da falsch reagiert“, sagt er. „Wir haben mit ihr gesprochen und sie hat sich dafür entschuldigt. es tut ihr sehr leid, dass sie da gestresst reagiert hat.“

Derzeit sei die Arbeitsbelastung für alle extrem hoch – und wirklich sehr anstrengend, nimmt Stefan Friederichs nicht nur seine Mitarbeiter in Schutz. „Gerade vor Weihnachten ist es enorm, was die Mitarbeiter in den Lebensmittelgeschäften alles leisten müssen.“ Er hofft auf ein wenig Verständnis – auf beiden Seiten.