Wermelskirchen: Der Grillplatz im Eifgen hat trotz Sperrung ein Abfallproblem

Bürgermonitor: Feuerstelle im Eifgen : Öffentlicher Grillplatz wird zur Mülldeponie

Die einzige Feuerstelle für Bürger in Wermelskirchen ist seit Monaten gesperrt. Trotzdem gibt es dort weiterhin ein Abfallproblem.

Die Grillsaison ist vorbei – diese Nachricht mag manche traurig stimmen, Klaus Förster aus Wermelskirchen gehört aber wohl nicht dazu. Zumindest nicht, wenn es um den Grillplatz im Eifgen geht. Aus der ersten öffentlichen Feuerstelle der Stadt, die 2017 unter großem Applaus eröffnet wurde, ist nicht die erhoffte Erfolgsgeschichte geworden. Immer wieder liegt dort zu viel Müll, berichtet Förster unserer Redaktion. Der Grillplatz ist offiziell schon seit drei Monaten gesperrt. Zunächst begründete das die Stadt mit dem trockenen Wetter, jetzt verhindert Baumaterial von den Arbeiten am Eifgen-Stadion den Zutritt. Mit dem Ende des Sommers kann die Problemstelle in Vergessenheit geraten – doch verschwinden wird sie dadurch nicht.

Neben Plastikflaschen und Kippen, wird zuweilen auch Skurriles am Grillplatz im Eifgen entsorgt – wie dieser blaue Sonnenschirm. Foto: Klaus Förster

Klaus Förster findet die Idee für einen Grillplatz an sich gut. Am Anfang habe das prima ausgesehen, sagt er. Ihn stört lediglich die schlechte Umsetzung. Immer wieder beobachtet er dort Müllhaufen – das geht von Bierflaschen über Zigarettenstummel bis hin zu einem ganzen kaputten Sonnenschirm, der neulich einfach in eine der Mülltonnen gesteckt wurde. Seine Beschwerden stoßen aber, so Försters Eindruck, auf taube Ohren bei der Verwaltung. Vor zwei Monaten hieß es noch auf Anfrage bei der Stadt, dass Probleme mit Müll auf dem Grillplatz nicht bekannt seien. „Wir müssen noch einmal prüfen, wie es im Eifgen weitergeht“, sagt nun Tiefbauamt-Leiter Harald Drescher. Er weist auf die Verantwortung des Einzelnen hin. Jeder, der den Grillplatz nutze, habe auch auf die Sauberkeit zu achten.

„Wenn die Leute ihren Müll daneben schmeißen, kann man wenig machen“, sagt Drescher. Momentan komme man ohnehin nicht auf das Gelände des Grillplatzes. Das Baumaterial für die letzten anstehenden Arbeiten am Eifgen-Stadion, versperre den Weg. „Das sollte aber in den nächsten Tagen wegkommen“, sagt Drescher.

Ein weiteres Problem der Feuerstelle sind die fehlenden Sanitäranlagen. „Die damaligen Sponsoren haben keine Toilette für den Platz geplant“, sagt Drescher. Dafür müssten der richtige Ort und das Geld gefunden werden. Den Grillplatz selbst hatten drei Wermelskirchener Firmen finanziert.

Dass es schon im nächsten Sommer im Eifgen besser wird, scheint also zunächst einmal unwahrscheinlich. Allerdings ist das Areal Teil des neuen integrierten Entwicklungskonzepts der Stadt. Demnach soll der mit seiner „insgesamt großen Bedeutung“ für die Stadt unter anderem auch für Tourismus wiederbelebt werden. Neue touristischen Angebote könnten die Situation im Eifgen ändern. Allerdings wird das Konzept voraussichtlich lediglich teilweise gefördert und bis 2030 umgesetzt. Eine Lösung für den Grillplatz wäre jedoch viel früher fällig.

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