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Wermelskirchen: Das Projekt „Lecker Bergisch“ startet mit fünf Boxen.

Lecker Bergisch geht an den Start : Gaumenfreuden in Corona-Zeiten

Das Projekt „Lecker Bergisch“ startet mit fünf Boxen und geht nun in die zweite Runde. Die Aktion richtet sich an Freunde guter Küche, die in Corona-Zeiten noch vorsichtig sind mit ihrer Rückkehr in die heimischen Restaurants.

Die offenen, weißen Boxen stehen auf dem Tresen im Restaurant „Zu den drei Linden“. Marco Frommenkord hat gerade Vorspeise, Zwischengang und Nachspeise bei den Köchen in Wermelskirchen eingesammelt und sich dann auf den Weg nach Dhünn gemacht. Hier finden nun die Antipasti von der „Trattoria Il Capriccio“, das Medaillon vom Seeteufel aus dem Hotel Restaurant „Zum Schwanen“ und das Tiramisu von „Toscanna“ ihren Platz in der großen, weißen Papierbox. Dazu gesellen sich schließlich die Rinderbäckchen mit Mandelbällchen, die der Dhünner Küchenchef Jens Hartmann in kleinen Beuteln untergebracht hat. Die Aktion „Lecker Bergisch“ richtet sich schließlich an Freunde guter Küche, die in Corona-Zeiten noch vorsichtig sind mit ihrer Rückkehr in die heimischen Restaurants. „Da ist jetzt ein bisschen Kreativität von den Kunden gefragt“, weiß Ulla Vöpel, Chefin im Restaurant „Zu den drei Linden“. Die Gerichte müssen Zuhause aufgewärmt und angerichtet werden. Sie würde sich über Fotos freuen, wie die Gänge schließlich auf den Tellern aussahen, sagt Ulla Vöpel.

Fünf Boxen packt Marco Frommenkord am Freitag zur Premiere. Anna Fanelli hat ihr Tiramisu in ein schmuckes Weck-Glas gefüllt, auch die anderen Köche wollen in den nächsten Wochen auf eine nachhaltige Verpackung umstellen. Als alle Boxen bereit stehen, kommen Norbert Kraus und Ehefrau Birgitt Hoffmann-Kraus ins Restaurant. Sie sind an diesem Abend die ersten Abholer – und nehmen drei Boxen mit. „Das gönnen wir uns als kleine Belohnung, weil ich bis heute im Krankenhaus war“, sagt Birgitt Hoffmann-Kraus. Es sei ihnen wichtig, die heimischen Gastronomen zu unterstützen, ergänzt ihr Mann. Sie seien bisher nicht in allen der vier Restaurants zu Gast gewesen. „Umso schöner, dass wir jetzt mal probieren können“, sagt das Paar. Allerdings sei der Preis sehr hoch – dafür, dass man das Erwärmen und Anrichten Zuhause noch selber übernehmen müsse. 40 Euro kostet eine Box. Wer zwei oder drei bestellt, müsse kräftig investieren und trotzdem vor dem Essen noch ein bisschen arbeiten. „Im Restaurant würden wir uns ja an den gedeckten Tisch setzen“, sagt Birgitt Hoffmann-Kraus. Trotzdem freut sich das Paar über das kulinarische Angebot und fragt bei der Übergabe der Boxen schon nach dem nächsten Menü. Monatlich soll die Speisekarte wechseln – zweimal in der Woche ist die Abholung möglich, die jeweils eines der Restaurants übernimmt. Die aktuelle Karte und Bestellmöglichkeiten finden Interessierte im Internet unter
www.lecker-bergisch.de