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Wermelskirchen: Das Bürgerzentrum bleibt mindestens bis zu den Sommerferien gesperrt

Einige Nutzer haben schon Termine verschoben : Bürgerzentrum bis Ferienbeginn gesperrt

Der Schlauchplatzer im Saal hat Anfang April Schäden verursacht. Ein Gutachter hat den Parkettboden untersucht, die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet. Eine Planung für die Sanierung wird noch erarbeitet.

Längere Zwangspause für den großen Veranstaltungsort in der Innenstadt: Das Bürgerzentrum fällt als Tagungsraum für die Politik und für Events nach dem Wasserschaden weiterhin aus. Nach bisherigen Erkenntnissen des Bauamtes bleibt es mindestens bis zu den Sommerferien gesperrt. Die Säle und das Foyer können vorerst nicht genutzt werden, sagt Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, auf Nachfrage dieser Redaktion. Wann die Türen wieder geöffnet werden, hänge von verschiedenen Faktoren ab.

Ein Gutachter hat die Schäden im Parkettboden inzwischen inspiziert. Ob dieser Bodenbelag in den Sälen herausgerissen und ein neuer verlegt werden muss oder ob das Parkett abgeschliffen und aufgearbeitet werden kann, werde derzeit geprüft, so Marner. Auf der gesamten Fläche von 800 Quadratmetern zeigt das Parkett an den Kanten der Holzstäbe starke Aufwölbungen.

Auch die genaue Planung liege noch nicht vor. Ein Architekt werde damit beauftragt, diese zu erstellen, also festzulegen, wann welche Firmen in welcher Reihenfolge die notwendigen Sanierungsarbeiten erledigen. Böden, Elektrik, Decken – durch den Wasserschaden Anfang April sind Teile des Bürgerzentrums erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Deckenplatten im Foyer waren beispielsweise durchweicht und sind komplett entfernt worden.

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Die Schäden waren durch eine Panne in der Nacht zum 6. April verursacht worden. Wie berichtet, waren größere Mengen Wasser nach einem Schlauchplatzer an einer Thekenanlage, die für die an diesem Wochenende geplante Musiknacht im großen Saal aufgebaut worden war, ausgelaufen. Aufgefallen war der Schaden Passanten am folgenden Morgen. Wasser war aus dem Foyer geflossen. Mehrere Zentimeter standen die Säle unter Wasser. Es sickerte durch die Decke ins Foyer bis den den Keller.

„Unser großes Glück war, dass die Versicherung sofort eine Firma beauftragte. Sie stellte noch am Samstag Bautrockner auf“, bilanzierte Marner. Dafür öffnete die Fachfirma an mehreren Stellen den Parkettboden, um mit Warmluft der 50 Bautrockner die Feuchtigkeit aus den darunterliegenden Schichten zu treiben – so ähnlich muss es in Hochwasser geplagten Regionen zu gehen, wenn hohe Pegel wieder sinken und Bausubstanz auf Vordermann gebracht werden muss.

Einige Nutzer des Bürgerzentrums haben ihre Treffen inzwischen verschoben, berichtet Thomas Marner. „Wir bieten immer Ausweichmöglichkeiten wie Kattwinkelsche Fabrik oder Mehrzweckhalle Dabringhausen an, vorausgesetzt, diese sind zu dem Wunschtermin gerade frei.“ Wie viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen und welche Einnahmeverluste der Stadt entstehen, stehe noch nicht fest. Welche Versicherung die Kosten zu tragen hat, wird noch geklärt. Sofort tätig geworden ist die Gebäudeversicherung der Stadt. So konnten Folgeschäden wie Schimmelbildung verhindert werden.