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Wermelskirchen: Corona sorgt für Unsicherheit auf dem Ausbildungsmarkt

Zahlen der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach : Corona sorgt Unsicherheit auf Ausbildungsmarkt

Das Arbeitsamt berichtet über weniger gemeldete Ausbildungsplätze. Auch die Bewerberzahlen gehen zurück. Der Negativtrend schwächt sich allmählich ab. Unterstützungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur sollten von allen Seiten genutzt werden.

Aufgrund Corona und den damit verbundenen Unsicherheiten auf Arbeitgeberseite sowie den ausgefallenen Schulsprechstunden, bleibt sowohl die Zahl der Ausbildungsplätze als auch der Bewerber um Ausbildungsplätze auch im Mai hinter den Zahlen des vergangenen Jahres zurück. Das  berichtet die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach, zuständig auch für Wermelskrichen. Auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen und der unversorgten Bewerbe ist niedriger als im Mai 2019.

Insgesamt haben bislang 3.525 Bewerber um eine Ausbildungsstelle die Dienste der Agentur in Anspruch genommen. Dies sind 447 oder 11,3 Prozent weniger als im Vorjahr um diese Zeit. Gleichzeitig haben die Arbeitgeber der Region der Agentur für Arbeit insgesamt 3.007 Berufsausbildungsstellen bis Ende Mai gemeldet. Das sind 683 (18,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Aktuell gelten noch 1.736 Bewerber  als unversorgt, 230 oder 11,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sind noch 1.380 Ausbildungsstellen unbesetzt. 404 oder 22,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Der Negativtrend bei den gemeldeten Ausbildungsstellen hat sich erfreulicherweise abgeschwächt – Unternehmen melden uns gerade in den letzten Wochen wieder vermehrt Ausbildungsstellen“, so Nicole Jordy vom Vorstand der Arbeitsagentur. „Sowohl Jugendliche als auch Unternehmen sollten die Zeit und unsere Unterstützungsmöglichkeiten nutzen, um für dieses Jahr noch zusammen zu kommen. Ausbildung ist und bleibt der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft – für das Erwerbsleben und die Unternehmen. Natürlich ist die Situation auf dem Ausbildungsmarkt derzeit komplex.“

Einerseits wissen die Unternehmen um die Wichtigkeit der Ausbildung. Andererseits stehen viele vor enormen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Auf Seiten der Jugendlichen sind viele Pläne, wie zum Beispiel ein Auslandsjahr   derzeit nicht umsetzbar – das führt zu Unsicherheiten. Jordy: „Auch hier unterstützt die Berufsberatung der Agentur vor Ort – einfach anrufen oder über unsere Internetseite einen Beratungstermin vereinbaren.“ Das Beratungsangebot gilt   genauso umfassend für Arbeitgeber, die Ausbildungsstellen besetzen wollen, etwa auch mit einer Beratung zu möglichen Alternativ-Strategien.“

Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden bislang 830 Berufsausbildungsstellen dem Arbeitsamt gemeldet. Dies sind 220 oder 21,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 402 unbesetzt – 101 oder 20,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.232 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 111 oder 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 595 gelten als unversorgt – dies sind 71 oder 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Oberbergischen Kreis wurden bislang 1.437 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 202 oder 12,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 622 unbesetzt – 109 oder 14,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.384 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 221 oder 13,8 Prozent weniger als im Vorjahr. 703 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 71 oder 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr.