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Wermelskirchen: Burger King gibt es nicht ohne einen Kreisverkehr

Fast Food-Restaurant in Wermelskirchen : Burger King gibt es nicht ohne einen Kreisverkehr

Ob in Hünger tatsächlich ein weiteres Fast Food-Restaurant gebaut wird, ist auch nach der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr noch nicht abschließend geklärt.

Dass der Investor an der Stelle einen Burger King errichten könnte, findet zwar die Zustimmung bei den Politikern, allerdings nur unter einer Bedingung: An dem Knotenpunkt Autobahnzufahrt und Tankstelle soll ein Kreisverkehr für den Verkehrsfluss sorgen. Und an dem will sich die Stadt nicht finanziell beteiligen. „Es ist ein Unterschied, ob ein Edeka für einen Ort gebaut wird oder ein Schnellrestaurant“, sagte Thomas Marner, Technischer Beigeordneter.

Der Investor hatte eine Ampelanlage vorgeschlagen (wir berichteten). „Unser Gutachter belegt, dass eine Ampelanlage funktioniert“, sagte Hans-Werner Püttjer, Geschäftsführer des Investors PMC, im Gespräch mit dieser Redaktion. Da ist die Verwaltung aber anderer Ansicht. „Wir wollten nachgewiesen haben, dass eine Ampel leistungsfähig ist“, so Marner in der Sitzung. „Und das ist sie in dieser Form nicht, weil zum Beispiel eine Querung über die L 157 nicht geplant ist.“

Die Haltung der Stadt ist deshalb ganz deutlich: Burger King darf gebaut werden, aber nur, wenn der Investor die Kosten für den Kreisverkehr trägt. Der solle, so Aussage des Investors, 900.000 Euro kosten. „Das stimmt so nicht“, machte Marner deutlich. Bereits vor einem Jahr habe die Verwaltung vorgeschlagen, den Kreisverkehr „abzuspecken“, um Kosten zu sparen. „Aber mit dieser Variante ist der Investor niemals auf uns zugekommen“, sagte Marner, der auch ablehnte, dass PMC der Stadt ein Darlehen einräumt. „Ich kann nicht empfehlen, den Kreisverkehr mit Steuergeldern zu finanzieren“, stellte er klar. Das sahen auch Friedel Burghoff (CDU) und SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein so: „Ohne Kreisverkehr gibt es keinen Burger King. Und den Kreisverkehr muss der Investor selbst bezahlen.“ 

Den Vorwurf von Hans-Werner Püttjer, Geschäftsführer von PMC, dass man keinen Burger King in der Stadt wolle, wies Marner aufs Schärfste zurück. „Burger King wird hier natürlich empfangen, aber eben nur unter der Bedingung, dass der Kreisel gebaut wird.“ Für weitere Gespräche sei die Verwaltung jederzeit offen. Die Installation einer Lichtsignalanlage hat der STuV in der Sitzung bereits abgelehnt. Grünes Licht gab es hingegen für die weitere Planung und auch Errichtung eines Kreisverkehrs in Hünger – unter Ausschluss einer Kostenbeteiligung von Seiten der Stadt.