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Wermelskirchen: Bürgermeisterin Marion Lück und ihre Stellvertreter stehen für die Bürger parat

Wermelskirchener Trio : Die Männer hinter der Bürgermeisterin

Gleich zwei Stellvertreter stehen parat, um Marion Lück zu vertreten, wenn sie verhindert sein sollte. „Wir sind die Ansprechpartner für die Bürger in der Stadt“, sagt das Trio, das in dieser Woche den ersten gemeinsamen Termin hat.

Den Start hätten sie sich anders vorgestellt. „Es ist schade, dass durch den Lockdown keine Veranstaltungen stattfinden können, weil wir uns gleich mehr Kontakt zu den Bürgern gewünscht hätten und das fehlt.“ Da ist sich das neue „Trio für die Stadt“ einig. Gleich zwei Stellvertreter stehen hinter der neuen Bürgermeisterin parat, um sie bei offiziellen Terminen zu vertreten, oder Ratssitzungen zu leiten, falls sie selbst verhindert sein sollte. „Sobald Feste wieder stattfinden können, werde ich sehr froh über die beiden Männer sein, weil sie dann die Fässer anstechen können“, sagt Marion Lück lachend und eröffnet ein munteres Gespräch, wer wohl zum Karneval gehen wird. „Das sollte ich tun, weil ich 2001 mal Karnevals-Prinz war“, sagt Norbert Galonska siegessicher. Allerdings wird er sofort übertrumpft von Stefan Leßenich, der im Zuge des Wahlkampfes bereits mit Marion Lück „als Prinzen-Paar“ unterwegs war, um auf Stimmenfang zu gehen. „Wir werden uns abstimmen, wer von uns welche Termine übernimmt“, sagt Lück. „Und gelegentlich werden wir sicher auch zu dritt unterwegs sein.“

Zum ersten Mal gemeinsam werden sie am Volkstrauertag einen Kranz niederlegen. „Es ist mir sehr wichtig, dass wir in dieser Zeit auch um die Opfer von Krieg und Gewalt trauern, weil es uns zugleich daran erinnert, für Versöhnung und Frieden einzutreten“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück.

„Es gibt viele Veranstaltungen, bei denen es wichtig ist, dass die Bürgermeisterin selbst oder einer der beiden Vertreter vor Ort ist, um die Stadt zu vertreten“, sagt Stefan Leßenich, der ein Profi im Amt ist. Seit über sechs Jahren hat der CDU-Stadtverbandsvorsitzende den Posten bereits inne. „Dagegen bin ich ein echter Neuling“, gibt Norbert Galonska zu, der seit 50 Jahren Mitglied in der SPD ist und seit 30 Jahren bei jeder Kommunalwahl seinen Wahlbezirk gewinnt. „Weil ich immer für die Bürger unterwegs bin“, sagt er. „Und alle sechs Monate informiere ich die Bürger in meinem Bezirk darüber, was in der Stadt geschieht.“ Dass er für das Amt als stellvertretender Bürgermeister vorgeschlagen wurde, „habe ich erstmal mit meiner Frau besprochen, ob dafür noch Zeit bleibt“, gibt er lächelnd zu. Immerhin ist Norbert Galonska auch Vorsitzender des TuS Wermelskirchen, kümmert sich rührig um die Belange des Vereins und der Sportler. Am liebsten ist er jedoch „Opa für die sieben Enkel“, gibt der Vater von drei Kindern zu. Für ihn dürfte es nun ein Anliegen sein, sowohl den Sohn der Bürgermeisterin, Justus (fast 15), als auch Leon (11), den Sohn von Stefan Leßenich, zum TuS zu holen. Beide Jungs sind begeisterte Handballer.

Ansprechbar zu sein für die Bürgerinnen und Bürger – das sei Kernaufgabe des Trio, betont Stefan Leßenich, der selbst Vater von drei Kindern ist. Die beiden stärksten Fraktionen des neu gewählten Stadtrates stellen die Stellvertreter der Bürgermeisterin „und damit werden wir ja auch als eine Gemeinschaft des Rates wahrgenommen“, sagt Leßenich. Für alle drei ist es gerade während der Corona-Krise wichtig, engen Kontakt zu halten mit der Wirtschaft und den Vereinen in der Stadt. Eine erste Videokonferenz mit den Gastronomen, die unter dem zweiten Lockdown leiden, hat in dieser Woche bereits stattgefunden. Weitere Ideen, wie Marion Lück und ihre Stellvertreter noch engagierter ins Stadtgeschehen eingreifen können, „wollen wir jetzt nach und nach besprechen“, kündigen die drei an. Als erste Amtshandlung sind alle drei Botschafter für die Aktion „Wermelskirchen leuchtet heller“: Norbert Galonska hat Laternen „mit Kerzen vor unseren raumtiefen Fenstern stehen“, verrät er. Bankkaufmann Stefan Leßenich hat mit seinen Kindern Kürbisse geschnitzt, „in die wir auch Kerzen gestellt haben“ und Marion Lück hat ihr Büro im Rathaus mit Martinslaternen geschmückt. „Die werden dann demnächst gegen Weihnachtsdekoration ausgetauscht“, kündigt sie an.