Haus Eifgen in Wermelskirchen Bürgerbusfahrer feiern gemeinsam Weihnachten

Wermelskirchen · Mit Buffet, Bauchredner und Geselligkeit im Haus Eifgen bedankte sich der Vorstand des Wermelskirchener Bürgerbusvereins bei den Ehrenamtlichen.

Weihnachtsfeier vom Bürgerbusverein: Stefan Leßenich, stellvertretender Bürgermeister, Wolfgang Craen, erster Vorsitzender, und Werner Allendorf,Gründungsmitglied des Bürgerbusvereins (v. l.).    Foto: Moll

Weihnachtsfeier vom Bürgerbusverein: Stefan Leßenich, stellvertretender Bürgermeister, Wolfgang Craen, erster Vorsitzender, und Werner Allendorf,Gründungsmitglied des Bürgerbusvereins (v. l.). Foto: Moll

Foto: Jürgen Moll

Eigentlich sitzen Ludger Reichling und Stefan Richter hinter dem Steuer des Bürgerbusses. An diesem Abend haben die beiden aber am festlich gedeckten Tisch im Haus Eifgen Platz genommen. Der Vorstand des Bürgerbusvereins um Wolfgang Craen hat die Ehrenamtlichen zum gemeinsamen Essen und Geselligkeit eingeladen. „Wir freuen uns über diese Wertschätzung und feiern gerne mit“, sagt Stefan Richter. Insgesamt 25 der 30 Fahrer sind zum Dankeschön-Abend gekommen. Eine ungewöhnlich hohe Quote bei Weihnachtsfeiern, beim Bürgerbusverein aber keine Seltenheit.

„Ich bin heute Abend auch hier, um mal die anderen Fahrer kennen zu lernen“, erklärt Ludger Reichling. Er sei neu dabei und freue sich über die Gelegenheit, sich mal persönlich zu begegnen. Das gelingt bei der gemütlichen Weihnachtsfeier bestens: Viele der Fahrer haben ihre Frauen mitgebracht und schnell wird an den Tischgruppen fröhlich geplaudert. „Die Leute an der Haltestelle freuen sich immer so, wenn wir kommen“, erzählt Bernd Hackländer von seiner eigenen Motivation, regelmäßig am Steuer des Busses Platz zu nehmen. Die Ehrenamtlichen erzählen gut gelaunt von der kleinen Männerrunde, die donnerstags oft am Seniorenpark einsteige, um gemeinsam auf ein Bierchen ins Gasthaus Junker zu fahren. „Die Strecke hoch nach Dreibäumen ist vielen unserer Gäste wichtig“, weiß auch Wolfang Craen und lacht gut gelaunt.

Während an den Tischen heitere Geschichten zum Besten gegeben werden, schickt sich der Vorsitzende schließlich an, ein „Dankeschön“ an die Fahrer zu richten. „Diese Fest ist für euch“, sagt er und freut sich, als der Caterer mit allerlei Köstlichkeiten ins Haus Eifgen kommt. Es seien keine einfachen Zeiten, die hinter dem Busbetrieb lägen, erinnert Craen aber auch. Während der Pandemie habe es Monate gegeben, in denen gerade Mal ein Fahrgeld von 500 Euro eingenommen worden sei – während 1000 Euro für Diesel fällig wurden. Dann habe die Sperrung der Brücke im Hünger dem Fahrplan einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Aber es geht bergauf“, berichtete der Vorsitzende. Auch die Ausfallbürgschaft der Stadt habe man am Ende nicht in Anspruch nehmen müssen – vor allem dank einer Zuwendung des Kreises von 5000 Euro für den Fahrbetrieb.

„Die andere Säule ist unser Vereinsleben“, erinnerte Wolfgang Craen. Und auch die wolle gepflegt werden. Also ließen sich die Ehrenamtlichen das gute Essen schmecken und freuten sich über die Anerkennung von Stefan Leßenich, der in Vertretung der Bürgermeisterin gekommen war. Als kleine Überraschung hatte der Vereinsvorstand einen Bauchredner eingeladen, mit dem die Ehrenamtlichen den Abend heiter ausklingen ließen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort